World of Tanks 8.4: Die neuen englischen Jagdpanzer im Überblick

Schildkröten auf Ketten. Die Briten hatten von hübschem Panzerdesign offensichtlich wenig Ahnung. Wir stellen euch die neuen Jagdpanzer, die zum Großteil nie wirklich zum Einsatz kamen, im Detail vor. Einen Vorgeschmack auf das vorherrschende Design hatten wir seit geraumer Zeit mit dem Premiumpanzer AT-15A: breite und vor allem hohe Silhouette, in der Länge ziemlich gestaucht und mit einer Panzerung versehen, die so manchem Gegner Tränen in die Augen treiben. Es gab damals allerdings noch andere Designs, wie die neue Panzerlinie beweist.

Universal Carrier 2-pdr (Tier II)

Klein, leicht und wendig. Der flinke UC 2-pdr war einer der wichtigsten britischen Panzer im Zweiten Weltkrieg, von dem 90.000 Stück gebaut wurden. Mit seiner papierdünnen Panzerung von nur 10/7/7 (Front/Seiten/Heck in mm) ist es ratsam, immer in Bewegung zu bleiben. Seine Kanone ist aufgrund der geringen Genauigkeit nur auf nahe bis mittlere Distanz zu gebrauchen. Allerdings ist der ausgeteilte Schaden hoch genug, um mit wenigen Treffern den Gegnern das Fürchten zu lehren.

Universal Carrier 2-pdr (Tier II)

Valentine AT (Tier III)

Auf dem Chassis des leichten Panzer Valentine (Tier IV) wurde ein massives Geschütz montiert, das keinen drehbaren Turm erlaubte. Howitzer steht in diesem Fall für ein Geschütz mit abartig hohem Schaden auf Kosten der Rüstungsdurchdringung. Mit 370 Grundschaden kann der Valentine AT Panzer derselben Stufe mit einem, maximal zwei Schuss erledigen. Gesetzt den Fall, dass er trifft, denn die Genauigkeit dieses Geschützes ist jenseits von Gut und Böse. Somit bleibt dem Valentine AT nur die Wahl, mit seinen langsamen 24km/h zur Front zu schnecken. Die Nachladezeit ist hoch (7,5 Schuss/min), so dass man immer mit Geduld zielen sollte. Fazit: Ein Jagdpanzer, der Spaß macht und auch Tier V gefährlich werden kann. Allerdings nicht auf große Entfernung einsetzbar.

Valentine AT (Tier III)

Alecto (Tier IV)

Mit seiner sehr flachen Silhouette fällt der Alecto ein wenig aus dem Rahmen. Die Rüstung ist quasi nicht vorhanden, weshalb der Jagdpanzer sehr anfällig ist. Seine Vorteile liegen in der hohen Geschwindigkeit, Wendigkeit und Sichtweite. Die Howitzer-Kanone ist zu ungenau für eine Scharfschützenposition, deshalb solltet ihr schauen, dass ihr schnell einen Ort findet, der Deckung bietet und zur Aufklärung geeignet ist. In den meisten Gefechten wurden wir als unteres Tier eingestuft, so dass das Schadenspotential begrenzt war.

Alecto (Tier IV)

AT 2 (Tier V)

Ab jetzt fängt die Panzerlinie der britischen Jagdpanzer an, richtig Spaß zu machen. Denn nun beginnt die Zeit der trägen Dickschiffe mit fetter Panzerung. Im Fall des AT 2 heißt das konkret 203mm Panzerung an der Front. Das ist massiv. Allerdings bringt eine dicke Hülle bei gleichzeitiger leichter Untermotorisierung den Nachteil, dass der Panzer mit lahmen 20km/h dahin kriecht. Es wird also dauern, bis der AT 2 dort ist, wo er hingehört: an die Front! Leider lässt der Jagdpanzer auch noch ein wenig Feuerkraft vermissen, so dass Gefechte relativ lange dauern können. Achtet auch auf schnelle Panzer, die an euch vorbei zischen, denn dann seid ihr wirklich in Gefahr.

AT 2 (Tier V)

AT 8 (Tier VI)

Genau so gut gepanzert wie sein Vorgänger, jedoch mit wesentlich besserer Bewaffnung ausgestattet und mit einer im Vergleich sehr viel niedrigeren Silhouette. Der AT 8 bleibt allerdings genau so langsam und träge wie der AT 2 und ist somit eher zur Passivität verdammt, was die Bewegung auf dem Schlachtfeld betrifft. Zwar ist das Geschütz mit 150 Schaden noch nicht der Schrecken der Alliierten, jedoch macht die Durchschlagskraft von 171 mit panzerbrechender Munition schon einiges her! Dank einer ordentlich Schussfrequenz von 16,7 Schuss/min kann man so ordentlichen Schaden verursachen.

AT 8 (Tier VI)

AT 7 (Tier VII)

Der AT 7 hat eine große Besonderheit: das Geschütz ist vorne an der Seite angebracht. Wer sich also ein wenig clever positioniert, kann große Teile der Wanne hinter Felsen verstecken und hat trotzdem ein freies Schussfeld. Auch in dieser Stufe verleiht die Panzerung von 203mm an der Front dem AT 7 ordentlich Durchhaltevermögen in der direkten Konfrontation. Die Bewaffnung wurde noch einmal ein gutes Stück verbessert, so dass der Jagdpanzer 230er Schellen mit einem Durchschlagwumms von 226 verteilt. Eingeschränkt bleibt auch der AT 7 in der Manövrierfähigkeit. 20km/h und 20 Grad/s Wendegeschwindigkeit sind eine echte Qual.

AT 7 (Tier VII)

AT 15 (Tier VIII)

Wer nun dachte, dass der AT 7 schon sehr langsam auf der Stelle drehen kann, der wird sich auf den AT 15 freuen. Anstatt 20 Grad/s kann dieses Monster 18 Grad/s für sich verbuchen. Am besten wartet man einfach an geeigneter Scharfschützenposition, von wo aus man sich nicht großartig bewegen muss, denn die Kanone hat einen ordentlich Drehradius und eine sehr hohe Genauigkeit. An der Wanne hat der AT 15 noch einmal zugelegt und lenkt nun Geschosse mit einer Panzerung von 228 an der Front mit Leichtigkeit ab.

AT 15 (Tier VIII)

Tortoise (Tier IX)

Endlich trägt ein Panzer den Namen, den diese Linie schon seit ein paar Stufen verdient: Schildkröte. Wer endlich im Tier IX angelangt ist, hat schon viel Durchhaltevermögen bewiesen und das wird spätestens mit dem Tortoise belohnt. Dieser Jagdpanzer ist in fast allen Disziplinen gut bis sehr gut. Nur bei der bereits erwähnten Geschwindigkeit erhält er nach wie vor die Note ungenügend. Aber egal, wenn man erst einmal im Gefecht angekommen ist, wird die 228er Panzerung wieder gute Dienste leisten und dieses Mal haben wir eine Kanone dabei, die für Verbitterung beim Gegner sorgen wird. 400 Schaden, 269 Durchschlagskraft bei einer Schussfrequenz von 8,45 pro Minute. Dabei ist die Zielerfassung mit 1,7 Sekunden erfreulich gering. Lasst euch zudem die Anzahl der Strukturpunkte auf der Zunge zergehen: 2000. Das kann kein Jagdpanzer dieser Stufe vorweisen und selbst der Jagdpanzer E-100 von den Deutschen hat als Tier X nur 200 mehr. Tortoise macht Spaß!

Tortoise (Tier IX)

FV215b (183) (Tier X)

Zum krönenden Abschluss stellen wir euch einen Jagdpanzer vor, der in vielerlei Hinsicht aus der Rolle fällt und beim ersten Spielen für Verwirrung, Verwunderung, Frust und Begeisterung sorgte. FV215b (183) ist die Bezeichnung für ein Panzermodell, das auf dem bekannten Conqueror basiert, jedoch das Geschütz einer Selbstfahrlafette montiert hat. Zu allem Übel verfügt dieses Monster auch noch über einen Turm, der um 45° geschwenkt werden kann. Was bedeutet das auf dem Schlachtfeld? Eine Durchschlagskraft mit panzerbrechender Munition von 310 und ein Schaden von 1150. Damit zieht der Brite locker am Jagdpanzer E-100 vorbei. Allerdings verschießt die Kanone nur 2 Geschosse pro Minute, was sogar noch langsamer ist als der Deutsche Schrecken.  Beachten wir allerdings die Goldmunition für den FV215b (183), fällt auf, dass die Durchschlagskraft nicht wie sonst üblich erheblich steigt, sondern auf 275 sinkt, zeitgleich der Schaden allerdings auf gigantische 1750 steigt. Was diese Munition auf dem Schlachtfeld anrichtet, wollen wir mit einem Beispiel verdeutlichen: erster Treffer frontal auf eine Maus = 1600 Schaden. Zweiter Treffer = Maus zerstört. In der Zwischenzeit hatte der stählerne Nager zwei Mal geschossen und uns 850 Schaden zugefügt. Wir schmunzelten. Der FV215 (183) ist eine Killermaschine, die wendiger ist als der Jagdpanzer E-100, mehr Feuerkraft hat, über einen begrenzt drehbaren Turm verfügt, jedoch auch wesentlich schlechter gepanzert ist. Allerdings muss man die sehr langsame Nachladezeit berücksichtigen und damit klar kommen. Beeindruckend ist diese Maschine in jedem Fall.

FV215b (183) (Tier X)

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