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World of Tanks Test: Geld ist nicht alles, Taktik schon

11.07.2012 um 15:18 Uhr von Nico Trendelkamp in TestDownload SpieleStrategie

Panzer üben sowohl auf Jungs als auch auf Männer von jeher eine gewisse Faszination aus. Schließlich dürfen wir in ein solches Stahlmonstrum noch seltener einen Blick werfen als in ein Flugzeugcockpit. Publisher Wargaming hat diese Problematik erkannt und daher im vergangenen Jahr die taktische Panzersimulation World of Tanks auf den Markt gebracht. Welches Phänomen sich daraus schließlich entwickelte, überstieg wohl selbst die kühnsten Erwartungen der Entwickler, denn mitteilerweile tummeln sich über 25 Millionen Spieler in der Welt der Kettenfahrzeuge. Auch wir haben uns auf die Suche nach den Gründen für den Erfolg gemacht. Ob wir fündig geworden sind oder nicht, könnt ihr hier selbst nachlesen.

Panzerfahren, der Traum kleiner Jungs und großer Männer

Wir schlüpfen in World of Tanks selbst in die Haut eines wagemutigen Panzerfahrers. Einer stringenten Handlung folgen wir nicht. Grob gesagt gibt es eine Ausgangssituation, in der wir uns befinden: Der Zweite Weltkrieg tobt. Wir können uns aber weder für eine Seite entscheiden noch in irgendeiner Weise den Ausgang des Krieges bestimmen; zumindest nicht auf den ersten Blick. Stattdessen wirkt es eher so, als ob wir ein Söldner wären, der an einen deutschen, amerikanischen, französischen oder sowjetischen Panzer gekommen ist. Ein Exemplar aus jeder Armee steht nämlich in unserer Garage, dem Ausgangpunkt für alle Handlungen, und wartet darauf, über das Schlachtfeld gejagt zu werden. Die Wahl des Panzers spielt zunächst keine Rolle, da alle Vehikel in der Grundform relativ ähnlich sind. Es kommt also auf unsere eigenen Vorlieben an, mit welchem Modell wir in den Krieg ziehen wollen.

Auf dem offenen Feld ohne Deckung segnet ihr schnell das Zeitliche.

Wir kämpfen, aber für wen eigentlich?

Als Basis für unsere Operationen in World of Tanks dient eine militärische Garage. Von dort aus können wir neue Module für unseren Panzer kaufen, Munition auffüllen, Forschung betreiben, neue Crewmitglieder anheuern, uns einem Clan anschließen oder mit Freunden einen Zug bilden. Gleichzeitig führen wir von unserer Basis aus Gespräche mit anderen Spielern für die nächste Schlacht. Nach einem Kampf lassen wir unseren Panzer hier reparieren, was gerade in der Anfangszeit sehr häufig vorkommt. Ein kleines Tutorial erklärt uns die ersten Schritte, die nötig sind, um in die Schlacht zu ziehen. Außerdem stauben wir dabei ein wenig Erfahrung und Geld ab. Vor der ersten richtigen Auseinandersetzung gibt es allerdings nicht viel zu tun. Wir stehen vor der Wahl, Trainingskämpfe zu bestreiten oder direkt ins Gefecht zu starten. Bei Trainingskämpfen ist zu beachten, dass sie zwar keine Erfahrung bringen, dafür jedoch Munition und Wartungsarbeiten nicht bezahlt werden müssen. Nach längerer Spielzeit wird sich immer mehr herauskristallisieren, dass das Training besser für Gruppen geeignet ist, die ihre taktischen Fähigkeiten im Kampf verbessern möchten. Daher stürzen wir uns vorerst allein und direkt ins Gefecht.

Panzer sind nicht wendig, aber durchschlagskräftig

Die Spielmechanik in World of Tanks erinnert etwas an einen handelsüblichen First-Person-Shooter, aber nur fast. Ein Panzer ist äußerst träge, vor allem in der Grundausstattung, in der wir mit ihm kämpfen müssen. Trotzdem rollen wir mit unserem Schlachtkoloss Richtung gegnerische Basis.

Bei einer einfachen Schlacht gibt es zwei primäre Ziele. Entweder erobern wir den Stützpunkt des Gegners oder wir eliminieren alle feindlichen Panzer. Darüber hinaus dürfen wir uns noch in den Spielmodi "Begegnungsgefecht" und "Angriff" beweisen. Im "Begegnungsgefecht" kämpfen zwei Teams um die einzige Basis auf der Karte. Beim "Angriff" kämpft das attackierende Team gegen eine Gruppe von Verteidigern. Ziel ist es, die Basis der Verteidiger einzunehmen. Klingt im ersten Moment nicht schwer. Hitzige Zeitgenossen müssen aber umdenken. Einen Panzer zu steuern ist doch etwas anderes als als agiler Soldat über die Karte zu rennen. Die Entwickler von Wargaming haben peinlich genau darauf geachtet, dass die Panzer und das Gameplay authentisch wirken und über ein Maß an Realismus verfügen, von dem sich andere Spiele eine Scheibe abschneiden können. Das hat jedoch zur Folge, dass wir nicht einfach blindlings drauf losstürmen sollten. Stattdessen ist taktisches Vorgehen gefragt. Deckung und Tarnung im Schutz von Büschen, Felsen oder Häusern ist das oberste Gebot, gerade für nicht ausreichend geschützte Panzer. Zudem trifft es sich leichter, wenn der Panzer steht.
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