World of Warships Vorschau: Mächtig Wumms auf dem Ozean

In einem interessanten Kino mit Kuppeldach präsentierte Online-Publisher Wargaming auf der weltgrößten Spielemesse E3 (Electronic Entertainment Expo, Los Angeles) anhand von zwei Schlachtaufzeichnungen den aktuellen Entwicklungsstand der maritimen Metzelorgie Word of Warships. Seit geraumer Zeit arbeiten die russischen Lesta Studios an der actionreichen Seekampf-Simulation, die im Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist. Spieler erforschen darin immer neue Schiffstypen sowie Ausstattung und nehmen an Echtzeit-Gefechten gegen andere Spieler teil.

Hinter dieser riesighohen Wand versteckte sich u.a. das Präsentationskino von World of Warships.

Gestartet wird - wie im großen Bruder World of Tanks gewohnt - mit je 15 Kapitänen in zwei Teams. Gezeigt wurden vier Waffengattungen, die zum Einsatz kamen: Zerstörer, Kreuzer, Schlachtschiff und Flugzeugträger. Wer sich nun denkt, dass mit den Schlachtschiffen locker jedes Gefecht zu gewinnen ist, sieht sich getäuscht. Nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip sind es gerade die wendigen Zerstörer, die den fetten Pötten richtig gefährlich werden können. Lasst uns daher einen genaueren Blick auf die unterschiedlichen Klassen werfen.

Zerstörer sind die kleinsten Marineeinheiten in World of Warships. Allerdings auch mit die gefährlichsten. Durch ihre Schnelligkeit und Wendigkeit eignen sie sich sehr gut zum Kundschaften und Orten des Gegners. Ihre Feuerkraft mit den eher kleinkalibrigen Kanonen mag nicht besonders stark sein, doch sobald die Zerstörer in Reichweite für die Torpedos gekommen sind, dann können sie jedem Schiff sehr gefährlich werden. Aufgrund der hohen Detaildichte kann man wunderbar beobachten, wie die Torpedos zu Wasser gelassen werden und dann ihrem Ziel entgegen zischen. Habt ihr ordentlich vorgehalten und den Kurs des mutmaßlichen Opfers exakt vorberechnet, steht einem hübschen Treffer hoffentlich nichts mehr im Wege.

In der Mittelklasse angesiedelt sind die Kreuzer, die unter anderem über eine starke passive Flugabwehr verfügen. Mit der Bewaffnung kann man schon einiges anfangen und vor allem den Zerstörern das Leben schwer machen. Im direkten Aufeinandertreffen haben die kleineren Kriegsschiffe nichts zu lachen, da die Kreuzer noch über eine gute Wendigkeit verfügen und somit auch den Zerstörern hinterher kommen. Ganz im Gegensatz zu den Schlachtschiffen, die sehr behäbig im Wasser liegen. Kurswechsel verkommen hier eher zum Geduldsspiel. Dafür habt ihr besonders Spaß, wenn die Drillingskanonen mit krachendem Donner ihre Granaten ausspucken. Ihre Stärke spielen die Schlachtschiffe mit der enormen Feuerkraft gepaart mit unglaublicher Standfestigkeit aus.

Flugzeugträger waren im Zweiten Weltkrieg noch nicht so weit verbreitet, spielten zum Ende hin jedoch bereits eine wichtige Rolle. Wenn man direkte Vergleiche zu World of Tanks anstellen möchte, dann nehmen Flugzeugträger eher die Rolle der Artillerie ein. Ganz vorne, wo es heiß hergeht, haben diese riesigen Schiffe nichts verloren, da sie keine aktiven Waffen besitzen, sondern ausschließlich auf die Schlagkraft ihrer Fliegerstaffeln setzen. Dazu gehören zum einen die Aufklärer, die gleich zu Beginn einer Schlacht starten, um den Feind frühzeitig aufzuklären und eventuelle Manöver zu erkennen. Gefürchteter als die Aufklärer sind allerdings die Bomber, die ihre explosive Fracht gerne auf dem Deck eines gegnerischen Schlachtschiffes abladen.

Das amerikanische Schlachtschiff New Mexico mit 2 Drillingskanonen am Bug.

Im Vergleich zur direkten Konkurrenz wie zum Beispiel Navyfield 2 (hier unser Testbericht) oder etwas weiter gefasst auch das Piraten-Onlinespiel Kartuga, sah die Präsentation weniger Arcade-lastig aus. Sprich: Während ich das Gefühl hatte, dass bei den anderen Spielen eher Shooter-Skills gefragt sind, sah World of Warships realistischer aus. Vorhalten muss man in allen drei Spielen, jedoch scheint die Steuerung der Schiffe wesentlich mehr Einfluss zu haben, weil sie eben nicht wie Rennboote über das Wasser schippern. Zudem haben die Kanonen der Schiffe je nach Kaliber wie in der Realität auch eine enorme Reichweite! Über mehrere Kilometer fliegen die Geschosse der größten Wuchtbrummen mit Leichtigkeit. Solltet ihr euch in Sichtweite befinden, kann auch in eine Scharfschützensicht umgeschaltet werden, um noch präziser feuern zu können. Vor allem sieht man dann viel besser, ob und wo der Gegner getroffen wurde.

Optisch macht Wargamings navales Kampf-MMOG bereits in der Alpha-Phase eine richtig gute Figur. Von der Nähe betrachtet lassen sich kleinste Details wie Antennen, Fenster, Geländer und ähnliches genau erkennen. Am Bug bricht sich das Wasser. Flugzeuge starten entweder von der Startbahn oder von einem Katapult der Kreuzer. Torpedos werden aus ihren Schächten geschossen und tauchen sanft in die Wellen des Meeres. Das alles ist richtig hübsch anzusehen.

Wichtig für die Schlachten ist natürlich auch das Design der Karten. Sicht und vor allem Sichtbarkeit spielt eine wichtige Rolle. Inselgruppen bieten wichtige Deckung. Bergkuppen können nicht so leicht überflogen werden. Gut eingespielte Teams werden ihre wahre Freude haben, eigene Taktiken aufzustellen und auszuprobieren. Erster Eindruck: World of Warships sieht bereits jetzt toll aus und scheint vom Gameplay anspruchsvoller zu sein als die direkte Konkurrenz. Der Detailgrad der Schiffe ist beeindruckend, das Wasser schick animiert und die Umgebung wird hoffentlich ausreichend Platz für taktische Manöver bieten. Leider wurde noch immer kein Termin für den Start der Betaphase genannt.

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