Top 5: Die krassesten Türsteher

21.12.2012 um 15:27 Uhr von Stephan Keller in SpecialsTop 5Download Spiele

Du kommst hier net rein!

Du kommst hier net rein!

Ja klar, kostenlos! Denkste! Jeder, der sich schon mal durch die Welt der Free-to-Play-Games gewühlt hat, merkt schnell, dass es große Unterschiede dahingehend gibt, was mit dem verführerischen "kostenlos zocken" gemeint ist. Auch wir haben mehr als einmal die Stirn gerunzelt und die Archetypen der Gratis-Spielemodelle mal zusammengetragen. Einschränkungen sind oft nötig, klar. Wie sollen sonst Betrieb und Entwicklung finanziert werden? Manchmal übertreibt es ein Publisher aber wirklich und schlägt über die Stränge. Wir haben für euch das Web nach den gemeinsten und verrücktesten "Du-kommst-hier-nicht-rein"-Features durchsucht und sind hier und da fündig geworden. Unsere Top 5 der krassesten Einschränkungen für Free-to-Play-Gamer.

Star Wars TOR – Kein Kundenservice im Spiel

Den Vogel schießt zurzeit ohne Frage das Star Wars MMORPG ab. Gleich eine ganze Reihe unglaublicher Einschränkungen gibt’s im Downloadgame, mit denen Free-to-Play-Spieler zu kämpfen haben. Seit der Umstellung hagelt es Kritik, da man als kostenloser Sith beziehungsweise Jedi nicht nur zur Armut verdammt ist, sondern auch nicht mal richtig rennen oder lachen, geschweige denn anständig das Lichtschwert schwingen kann (zu wenig Schnellzugriffsleisten). Die wohl einzigartige Einschränkung ist aber das Vorenthalten des vollen Kundenservice. Als Nicht-Abonnenten dürfen wir gern Wikis lesen, aber den Support im Spiel mit unserem Anliegen nerven? Nix da! Das ist verboten.

Wir dürfen uns kostenlos die FAQs durchlesen

DC Universe Online – Kein Batman, kein Superman

Einmal als Superheld unterwegs sein und die Welt retten. Damit locken SOE und P7S1 nicht nur in TV-Spots ganze Heerscharen an neuen Rekruten für den Krieg Gut gegen Böse. Mit Glitzern in den Augen laden sich zahlreiche Spieler DC Universe Online herunter. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuß. Als Free-to-Play-Gamer steht nur Liselotte Niemand von der Ecke zur Auswahl, alle bekannten Superhelden kosten extra. Wer also als Batman oder Superman unterwegs sein will, muss das Spiel abonnieren beziehungsweise Premium löhnen. Damit ist eines der Kern-Features, wenn nicht sogar das Hauptmerkmal des Free-to-Play-Titels aber gar nicht kostenlos, sondern mit Gebühren verbunden, weshalb sich DC Universe Online einen Platz in dieser Top 5 gesichert hat.

Superman und Lex Luthor gibt's kostenlos maximal als "Mentoren".

Herr der Ringe Online – Kein Isengart, kein Rohan

Was bringt einem die beeindruckende Vielfalt Mittelerdes, wenn man nicht dorthin darf, wo es auch Frodo und die Gefährten hin verschlagen hat? Die epische Geschichte ist zwar auch für mittellose Mittelerde-Bewohner spielbar, viele der bekannten Gebiete in Herr der Ringe Online sind ohne Einsatz harter Euronen jedoch mit einem dicken Nicht-Betreten-Schild gekennzeichnet. Jede Erweiterung des Download-Spiels führt euch ein kleines Stück weiter die Story um den einen Ring entlang – wenn ihr dafür zahlt. Bislang musstet ihr für Addon-Pakete wie Der Aufstieg Isengarts oder Reiter von Rohan kräftig in die Tasche greifen. Eine herbe Enttäuschung für nichtsahnende Kostenlos-Spieler, da ihr auf diese Art ohne Abstecher zu legendären Orten der Ringgemeinschaft auskommen müsst.

Star Trek Online – Keine unendlichen Weiten

Und einer aus der Kategorie "Was wäre wenn": Eines der coolsten Features und bislang auch ziemlich einzigartig ist der Missionseditor im Star Trek MMORPG, The Foundry genannt. Als Free-to-Play-Gamer dürft ihr die zum Teil äußerst sehenswerten Missionen anderer Flottenkommandanten durchspielen. Pluspunkt! Keine Frage. Nur wenn ihr selbst ein Abenteuer im Star Trek Online Universum erschaffen wollt, habt ihr ohne Echtgeld wenig Chancen. Stellt euch vor, was für Geschichten erst möglich wären, wenn die Mehrzahl der Spieler Zugriff auf diese Funktion hätte und nicht nur ein kleiner Prozentsatz, der bereit ist, dafür die Kreditkarte zu zücken.

Zutritt zur Foundry nur mit extra Charakter. Und der kostet.

Team Fortress 2 – Keine Einschränkung, blanker Wahnsinn!

Eine Einschränkung der ganz anderen Art ist in Team Fortress 2 an der Tagesordnung. Das Spiel ist bekannt dafür, dass mit harter Währung nichts gekauft werden kann, mit dem sich spielerisch Vorteile ergattern lassen. Valves Comic-Shooter finanziert sich ausschließlich durch kosmetische Items wie coolere Klamotten oder Accessoires. Unglaublich, aber bisher scheint das zu funktionieren. Was einige Spieler trotzdem für die Gegenstände auf den Tisch legen, grenzt dabei an Wahnsinn:

Ein schicker Ring für fast 75 Euro?

Noch mal, Ring oder Hut bringen nichts, sind spieltechnisch nicht relevant! Dass der Shooter trotz dieses durchgeknallten Finanzierungsmodells und betagten Alters immer noch zur Crème de la Crème der kostenlosen Shooter zählt, spricht nicht zuletzt dafür, dass es sich einfach um ein gutes Spiel handelt. Krass ist die "Einschränkung" trotzdem.
Titelbildquelle: igm.de