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Path of Exile: Feiner Hack’n’Slay-Leckerbissen für Bluthungrige

14.11.2013 um 14:20 Uhr von Marta Ejsmont in TestDownload SpieleHack and Slay

Euer Weg in diesem Hack’n’Slay wird von Leichen gepflastert sein […]“ schrieb einst mein Kollege in einer Video-Beschreibung zu Path of Exile. Insgeheim habe ich die Beschreibung für total übertrieben und Nico für verrückt gehalten, doch natürlich hatte der feine Herr Recht. Die ersten Minuten reichen nämlich aus, schon liegen unzählige Leichen in der Gegend herum. Andere wiederum ähneln Schaschlikspießen, von denen rote Sauce heruntertropft. Ab und zu auch eine Zwiebel in Form von Gedärmen. Ja, Path of Exile ist tatsächlich blutig. Äußerst blutig. Doch was bietet der Titel außer Leichen eigentlich sonst noch? Jahrelang war das Spiel in Entwicklung. Bereits im Januar hat Anna einen Blick auf den Free-to-Play-Titel geworfen und 87 von 100 möglichen Punkten für die Klick-Orgie vergeben. Zuviel? Wer weiß …nach dem Release des Spiels vor wenigen Wochen ist es für uns erneut an der Zeit, einen Blick auf Path of Exile zu werfen.

Der erste Schlag sitzt – Autsch!

Regnerisch startet unsere Monster-Metzel-Karriere in Path of Exile. Bevor wir im Spiel loslegen, steht natürlich die Charakterwahl an. Und die beeindruckt! Nach wie vor stehen uns zunächst sechs Charaktere im Exil zur Auswahl, die wir durch drei Akte führen dürfen: Witch, Duelist, Templar, Shadow, Marauder und der Ranger – jeder mit einer passenden Waffe und Stimme, schicken Animationen und einer individuellen Hintergrundstory ausgestattet. Neben den anderen eher schmächtigen Charakteren sticht der monströse Marauder heraus. Außerdem wirkt der Herr leicht verwirrt, so wie er sich die Waffe gegen seinen Schädel hämmert. Auch seine Vorstellung überzeugt, denn der Marauder stellt sich wie folgt vor:

I am a warrior. I was born to fight, raised to defend my tribe […]. Death is my brother, I do not fear him. I see him in the eyes of the men an beasts that I kill […].

Marauder

Mit so einem Über-Krieger dürfte eigentlich nichts schief gehen, oder?
Übrigens: Zum Launch des Spiels am 23. Oktober hat Grinding Gear Games eine weitere Klasse vorgestellt: Scion. Die deutlich stärkeren Zombie-Zerleger sind aber nicht von Anfang an verfügbar. Erst nach dem Durchspielen von Path of Exile und auch nur, wenn es dem Spieler gelingt, im Kapitel Sceptre of God die Scion vor den Dämonen zu schützen, können wir auf die neue Klasse zurückgreifen. So weit sind wir aber noch lange nicht.
Also zurück zum Marauder: Mit ihm stürzen wir uns in die düstere Welt von Path of Exile, stranden gleich in der Zone Twilight Strand. Erste Zombies fallen über uns her, schnell schnappen wir uns ein Treibholz und knüppeln los. Aua, aua. Die Monster im ersten Gebiet sind locker zu besiegen. Lediglich für das halb zerfetzte Ungetüm Hillock müssen wir zwei, drei Hiebe aufwenden, um ihn aus den Socken zu hauen.

Groß aber harmlos, der Hillock.

Wenn das geschafft ist, begeben wir uns über ein Portal in die Stadt. Aber halt …fehlt hier nicht was? Eine Art Tutorial vielleicht? Zwar finden wir mal hier, mal da einen Hinweis; grundsätzlich schlagen wir uns nach dem Prinzip Learning by Doing durch. Das fällt anfangs aber auch gar nicht negativ auf, denn die Steuerung ist simpel und aus anderen Genre-Vertretern gut bekannt – und das nicht nur für geübte Zocker. Per Mausklick schlagen wir eine bestimmte Richtung ein, ein erneuter Mausklick auf den Gegner bringt unseren Charakter zum Ausholen und über die Tastatur setzen wir Special-Attacken ein, die zwar Mana verbrauchen, dafür dem Gegner umso weniger gefallen.

Spannungsgeladene Action in schicker Grafik

In der Stadt Lioneye’s Watch angekommen, treffen wir auf die ersten NPCs, die uns mit Aufgaben versorgen und dabei das eine oder andere Mal zu viel quasseln. Besonders außergewöhnlich oder überraschend sind die Quests zwar nicht, dafür sorgt die Karte von Wraeclast, die wir nach und nach aufdecken, für Abwechslung. Kein Gebiet gleicht dem anderen, aus dem Hinterhalt überraschen uns überall lahme aber besonders hungrige Zombies, Kannibalen, Skelette und andere blutrünstige, mythische Geschöpfe. Panisch laufen wir den Kreaturen immer wieder davon, nur um erneut festzustellen, dass an der nächsten Ecke die nächste Horde auf uns lauert und wir damit nun eine mindestens doppelt so große Meute beseitigen müssen. Die Spannung ist kaum auszuhalten! Klingt ironisch, ist aber tatsächlich ernst gemeint. Zwar verschwinden ab und zu Gegner wie von Geisterhand, doch spätestens zwei Meter weiter stehen reichlich Alternativen bereit.
Für actionreiche Monstermetzelei in den ersten Stunden von Path of Exile haben die Entwickler allemal gesorgt - zulasten der Maus. Die Macher des Hack’n’Slay-Abenteuers haben aber nicht nur viel Arbeit in die Gestaltung der vielfältigen Gegner gesteckt, denn Liebe zum Detail steckt auch in den Gebieten. Allein in Akt 1 wildern wir durch unterschiedlichste Gebiete, die Abwechslung pur fürs Auge bieten:
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