Might and Magic Heroes Online angespielt: Mit Engeln gegen die Dämoneninvasion

„Willkommen in Ashan, Kind der Drachen.“ Mit diesen Worten empfängt uns Might and Magic Heroes Online. Fast eineinhalb Jahre nach der ersten Ankündigung können wir nun selbst einen Blick auf das Browsergame zur Heroes-Reihe werfen und uns auf die Reise durch das Falkenimperium begeben. Seit wenigen Wochen ist der Mix aus Rundenstrategie und Fantasy-RPG in der geschlossenen Testphase, kann also vorab ausprobiert werden, wenn ihr einen der Zugangscodes euer Eigen nennt. Beta Keys gibt’s hier! In Zusammenarbeit mit Ubisoft haben wir mehrere hundert Keys für euch. Schaut einfach auf unserer Facebook-Seite oder im aktuellen Special auf browsergames.de vorbei, um einen der virtuellen Schlüssel abzugreifen. Alternativ könnt ihr uns auch eine E-Mail mit dem Betreff „Sattelt den Greif“ an unsere Gewinnspiel-Adresse senden. Mit etwas Glück werdet ihr auch dort fündig. Neben der Untoten-Fraktion Nekropolis können wir uns jetzt auch für Elrath, den Lichtdrachen entscheiden und unser Schicksal in die Hände der Zuflucht legen. So heißt die zweite Fraktion in Form des menschlichen Imperiums. Die Zuflucht verfügt über mächtige Lichtzauber, die Unterstützung von Engeln und die Fähigkeit der Wiederauferstehung. Hört sich doch nicht schlecht an!

Zwei Klassen stehen uns derzeit pro Fraktion zur Verfügung, ein auf physische Stärke ausgerichteter Ritter und der Held der Magie, der sich den Zauberkünsten verschrieben hat. Macht-Helden sind vergleichsweise passiv im Kampf und beschränken sich eher auf den Ansporn der eigenen Gefolgsleute, da sagt uns ein magiekundiger Held schon mehr zu. Wir können mehrmals pro Runde agieren und unser volles Zauberpotenzial ausschöpfen.

Grafisch muss sich Might and Magic Heroes Online nicht verstecken.

Spannende Reise mit vielen Geschichten

Die Story ist in mehrere Kapitel aufgeteilt. Unser Abenteuer beginnt auf der Falkenklippe, einem kleinen Eckzipfel des Falkenimperiums. Wir lernen den Umgang mit Einheiten, wie man Aufgaben annimmt und Gold auf der Karte einsammelt. Kurz darauf werden wir zur Kathedrale Bernsteindorn geschickt, also reisen wir per Greif weiter nach Schwarzast, wo wir Rhianwen, die Tochter des Barons, im Kampf mit einem Rasenden Baum antreffen. Um die Streitkräfte des Chaos aufzuhalten, hat sie die Brücke zerstört, die wir eigentlich nehmen wollten. Also helfen wir erst mal der holden Maid, etwas Holz zu schlagen.

Danach geht’s weiter nach Norden zu den wilden Stämmen in die Hochlandfjorde und Richtung Ottersbau, wo die ersten dämonischen Gegner auf uns warten. Wir sollen Brücken errichten, Wölfe jagen und auch mal ein Schwein zurückbringen. Mit jeder neuen Aufgabe verstricken wir uns tiefer ins Geschehen. Und eh wir uns versehen, liegt Schwarzast hinter und Falkenhorst vor uns.

Das Falkenimperium in Kapitel 2

Auf der Karte existieren keine Runden, also auch keine Aktionspunkte zum Fortbewegen. Das Geschehen ist komplett in Echtzeit. Die Aktionspunkte gibt’s zwar noch in Might and Magic Heroes Online, sie kommen aber lediglich in Story-relevanten Kämpfen zum Einsatz. Aufgefüllt werden sie entweder automatisch am nächsten Tag oder wir nutzen spezielle Tränke dafür, die es meist nur gegen Bares, mitunter auch als Questbelohnung gibt. Für Gegnergruppen ohne direkten Bezug zur Hintergrundgeschichte und das Ressourcensammeln brauchen wir keine Aktionspunkte. So lässt es sich schon ein paar Stunden leveln.

Kampfsystem mit Schmackes

Ubisofts Heroes-Spielereihe ist bekannt für rundenbasierte Kämpfe. Das ist in Might and Magic Heroes Online nicht anders. Auseinandersetzungen finden auf einem Hex-Feld statt, gewonnen hat der, dessen Truppen als einzige noch übrig sind. In manchen Kämpfen kann es auch abweichende Siegbedingungen geben, beispielsweise den Schutz einer bestimmten Einheit oder der Sieg innerhalb einer festgelegten Rundenanzahl. Unsere Klerikerin nimmt wie gewohnt nicht direkt am Schlachtgetümmel teil, sondern agiert abseits des Spielfeldes. Dank ihrer magischen Fähigkeiten weiß sie dennoch auszuteilen: Wahlweise schleudert sie aufgeladene Strahlen in Richtung gegnerischer Truppen, verzaubert oder heilt Verbündete. Der Manavorrat füllt sich nach dem Kampf automatisch wieder auf. Jeder Einheitentyp hat darüber hinaus besondere Eigenschaften und Fähigkeiten, die es auszunutzen gilt, um mit möglichst wenigen Verlusten über die Karte zu wandern. So können Kampfpriester heilen und Wächter benachbarten Einheiten einen Verteidigungsbonus geben. Wichtig ist nicht nur die Stärkung eigener Figuren, sondern auch deren Positionierung: Fallen wir Gegnern in den Rücken oder in die Seite, teilen wir mehr Schaden aus. Heißt im Umkehrschluss, dass wir anderen auch selbst nicht den Rücken zuwenden sollten.

Zu zweit sind auch dämonische Endgegner ein Kinderspiel.

Interessant ist darüber hinaus der Koop-Modus. Vor jeder Schlacht können wir einen Mitspieler einladen, an unserem Kampf teilzunehmen. Wir stehen dann zu zweit am Rand und schicken unsere Truppen abwechselnd ins Gemetzel gegen den gemeinsamen Feind. Außerdem können wir vor der Schlacht den Schwierigkeitsgrad ändern. Dann werden die Gegner knackiger, es winkt aber auch mehr Beute in Form wertvoller Artefakte und Ausrüstungsgegenstände.

Holz, Holz, immer wieder Holz

Mit neuen Erfahrungsstufen gewinnen wir nicht nur an Macht und Geisteskraft hinzu. Wir dürfen auch noch mehr Truppen aufs Schlachtfeld führen und eine zusätzliche Fähigkeit erlernen. Als Klerikerin verstehen wir uns natürlich bestens aufs Arkane und den Umgang mit den Kräften des Lichts.

Außerdem schalten wir durch einen Stufenaufstieg weitere Entwicklungsmöglichkeiten in der eigenen Stadt frei. Unsere erste befindet sich abseits des Partisanenlagers und funktioniert wie eine große Rekrutierungsstation. Neue Truppen erhalten wir mit der Zeit, für bessere Einheiten benötigen wir jedoch erst die passenden Gebäude. Das bedeutet, dass wir zunächst eine ganze Menge Holz ranschaffen müssen, bevor wir die Stadt auch ansprechend ausbauen dürfen. So viel Holz zu farmen ist aber auf Dauer ziemlich langweilig. Nach und nach finden wir auf der Karte weitere Gebäude wie das Sägewerk, mit dem wir unsere Vorräte zusätzlich aufstocken. Immerhin etwas.

Gold und Truppen gibt's nach und nach. Für den Ausbau sind Baugenehmigungen und Rohstoffe nötig.

Wer bereits ein paar Runden in Ubisofts Heroes V oder Heroes VI gedreht hat, wird sich sofort wie Zuhause fühlen. Hintergrundgeschichte, Städtesystem und wie wir unsere Figuren ausrüsten beziehungsweise auf Macht- und Magie-Pfaden weiterentwickeln, alles analog zu den kostenpflichtigen Vollpreisspielen. Hier und da legt Ubisoft sogar noch eine Schippe drauf, Stichwort Koop-Modus und Positionierung in Kämpfen. Ersteindruck: Kleiner Bruder mit Ausrufezeichen!

Eine fesselnde Geschichte und viele taktisch anspruchsvolle Kämpfe auf Rundenbasis. Dazu Grafik und Sound auf ansprechendem Niveau. Fans müssen sich keine Sorgen machen, nur ein halbes Heroes-Spiel vor sich zu haben. Die für ein Browsergame notwendigen Änderungen sind gut umgesetzt: keine Aktionspunkte für Bewegungen auf der Karte mehr, dafür Truppen und Rohstoffnachschub auf Zeit. Und Ubisoft versucht ausgesprochen viel, um Neulingen den Einstieg so reibungslos wie möglich zu machen. Einheitennachschub und Ausrüstung en masse, dazu ausführliche Hilfestellungen und Erklärungen. Wer’s will, kann’s aber immer auch noch härter haben. Einzig der Stadtausbau kommt in Might and Magic Heroes Online ziemlich kurz. Langwieriges Ressourcensammeln für eine vergleichsweise schmucklose Stadt, damit noch mehr Truppen rumstehen? Das setzt einen Ehrgeiz voraus, den nicht viele aufbringen.

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