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Electronic Arts

Electronic Arts – Sportlich zum Spielegiganten

Bis zur Fusion von Activision und Vivendi Games 2008, bei der der neue Gaming-Riese Activision Blizzard entstand, war Electronic Arts der größte Publisher von Videospielen auf dem gesamten Globus. Doch auch der riesige Konzern, der inzwischen tausende Mitarbeiter in vielen Büros auf jedem Kontinent des Erdballs beschäftigt, hat einmal klein angefangen. Lange bevor es browsergames.de gab, gründete Trip Hawkins 1982 den Firmenvorgänger Amazin' Software, den er aber noch im selben Jahr in Electronic Arts umbenannte. Mit einer Fortsetzung der Construction-Reihe veröffentlichten die 22 Mitarbeiter des jungen Unternehmens 1983 ihr erstes Spiel. Pinball Construction ist ein digitaler Bausatz, mit dem Atari 800- und Apple II-Besitzer ihre eigenen Flipper-Automaten erstellen können. Im gleichen Jahr folgte das erste Sportspiel – Das Genre, das EA und vor allem dem internen Entwicklerstudio EA Sports zum endgültigen Durchbruch verhelfen sollte. One on One: Julius Erving vs. Larry Bird gilt als erste Sportsimulation mit real existierenden Sportlern, ein Konzept, mit dem EA durch Reihen wie FIFA oder Madden NFL bis heute Millionenumsätze einfährt. Weitere Meilensteine dieses Spielkonzepts sind das 1987 erschienene Earl Weaver Baseball, das erstmals eine komplette Spielsaison simulieren konnte und das 1988 veröffentlichte John Madden Football. Doch auch in anderen Bereichen war der Konzern Vorreiter: SimCity (1990) und Command & Conquer: Tiberian Dawn (1995) etablierten jeweils ein neues Genre. Die folgenden Jahre waren vor allem durch Expansion geprägt, verschiedene Partnerschaften und Übernahmen von namhaften Studios wie Dreamworks Interactive (Medal of Honor) und BioWare (Mass Effect, Dragon Age) machten das amerikanische Unternehmen endgültig zum Global Player.

Die bekanntesten Spielereihen von EA:

  • Battlefield
  • FIFA
  • Mass Efect
  • Dragon Age
  • The Sims
  • Need for Speed
  • Command & Conquer

Electronic Arts in der Kritik

Oftmals steht Electronic Arts jedoch eben wegen dieser Vorgehensweise in der Kritik. Dem Publisher wird von vielen Seiten vorgeworfen, kleinere Studios nur wegen ihrer Rechte an erfolgsversprechenden Spielen aufzukaufen, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen der übernommenen Entwickler zu nehmen. 2004 erwarb EA sogar fast ein Fünftel des weltweit agierenden Publishers Ubisoft, verkaufte jedoch bis 2010 alle Anteile wieder. Zudem zog eine Sammelklage von Mitarbeitern, die sich über unverhältnismäßig lange Arbeitszeiten beklagten, im selben Jahr eine Entschädigungszahlung von fast 15 Millionen Dollar nach sich. 2011 löste die Veröffentlichung von Battlefield 3 vor allem unter Datenschützern Empörung aus. Denn die PC-Version des Shooters war vorerst nur dann spielbar, wenn der Spieler zuvor den Online-Client des EA-Shops Origin heruntergeladen hatte. Dessen Lizenzvertrag enthielt laut Kritikern jedoch Passagen, die gegen deutsches Datenschutz- und Verbraucherrecht verstießen. Zudem wurden dem Videospielvertrieb, wegen einer kontroversen Werbekampagne für den ebenfalls 2011 erschienenen Horrortitel Dead Space 2, Sexismus und Altersdiskriminierung vorgeworfen.

Play4Free für Download, Browser oder Handy

Auch wenn der Name Electronic Arts in erster Linie mit namhaften Vollpreisspielen in Verbindung gebracht wird, tobt sich der amerikanische Konzern auch gern in anderen Sparten aus. Im Juni 2009 erschien das erste von EA betriebene free-to-play Onlinegame namens Battlefield Heroes. Weitere kostenlos spielbare Titel für PC folgten, darunter ein Ableger der Autorennspielreihe Need for Speed und das MMORPG Star Wars: The Old Republic. Browsergames wie Lord of Ultima oder Command & Conquer Tiberium Alliances waren ebenso Teil der Gratis-Sparte von Origin. Jahrelang feierte das Unternehmen damit Millionen Registrierungen und regelmäßige Updates. (Die meisten der Free-to-play-Titel zum Herunterladen wurden mittlerweile wieder eingemottet oder ausgelagert.) Und auch im Mobile-Sektor hat sich der weltweit agierende Publisher mittlerweile einen Namen gemacht: Apps wie The Sims – FreePlay, Plants vs- Zombies und The Simpsons Tapped Out laufen nach wie vor überaus erfolgreich.

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