Free Aqua Zoo Test: Leicht verdauliche Fischsuppe für Aquarienfans

Kunterbunte und recht außergewöhnliche Flossenträger soweit das Auge reicht - mit Free Aqua Zoo bringt Upjers eine Aquarium-Simulation für Jung und Alt auf den Markt. 2010 kündigte die Bamberger Spieleschmiede bereits das Unterwasser-Browserspiel an. Im Mai 2011 fiel dann endlich der Startschuss zur Open Beta, an der über 100.000 Fisch-Fans teilgenommen haben. Seitdem integriert der Publisher regelmäßig neues Meeresgetier, bunte Dekorationselemente für die Aquarien sowie zusätzliche Features in das Browsergame. Mittlerweile tummeln sich in Upjers’ Fischzucht-Simulation über eine Million registrierte Spieler. Grund genug für uns, die Unterwasserwelt von Free Aqua Zoo auch einmal selbst genauer kennenzulernen und die bunte Fischsuppe persönlich zu probieren.

Hallo Glubschauge!

In unserem Aquarium werden wir gleich von einem glubschäugigen Fisch begrüßt. Der niedliche Glubschi ist unser Tutorial-Fisch und erläutert uns alle grundlegenden Funktionen im Spiel. Zugleich ist der Flossenträger auch unser erster Fisch, den wir ganz nach Belieben benennen und im eigenen Aquarium verwöhnen können. Schon beginnt die Schufterei, begleitet von entspannter Musik. Der Fisch scheint hungrig zu sein, denn die Fütterung steht an erster Stelle unserer ToDo. Ein Klick auf die prall gefüllte Futterdose genügt, schon haben wir die Futterflocken in der Hand, die wir an einer beliebigen Stelle im Aquarium fallen lassen können. Der Fisch findet immerhin von selbst den Weg zum Futter. Dank Glubschi ist der Einstieg einfach und verständlich, einige kleine Hilfestellungen im weiteren Spielverlauf wären aber nicht verkehrt. Dann wird geknuddelt! Nachdem sich unser Fisch den kleinen Magen mit köstlichen Flocken vollgehauen hat, dürfen wir mit ihm schmusen oder ihn stupsen. Während das Knuddeln wohl die kuschelbedürftigen Fische im Aquarium besonders erfreut, bringt das Stupsen nicht nur gute Laune und zusätzliche Punkte für uns, sondern auch jede Menge Bewegung ins Aquarium. Ein angestupster Flossenträger schnellt dann von einer Ecke des Wassertanks in die andere - ohne Rücksicht auf Verluste! Geknuddelte, gesättigte und gestupste Fische leveln wir dann einfach per Klick auf. Im TV-Spot zu Free Aqua Zoo könnt ihr einige Vertreter bewundern:

Fischzüchter auf Shoppingtour

Für unseren gläsernen Wassertank benötigen wir etwas Deko, auch die Fische wollen mit dem besten Futter versorgt werden. Solche Dinge finden wir nur im kunterbunten Dorf von Free Aqua Zoo. Beim ersten Anblick wirkt die Siedlung sehr unübersichtlich. Doch bald finden wir uns zurecht und betreten gleich den Shop, in dem wir Futter, Deko, Fische, Köder und Hintergründe für unser Aquarium kaufen können.

Neben dem einfachen Futter stehen auch Flocken mit einem höheren Sättigungseffekt im Regal. Doch für den Anfang reicht das Billig-Futter, das unserem Flossenträger vorhin gut gemundet hat. Die Auswahl an verschiedenen Dekorationen ist besonders vielfältig. Neben einfachen Korallen können wir uns mit dem nötigen Kleingeld auch für ein Autowrack oder ein lachendes Fischskelett entscheiden. Doch unser Anfangsgehalt reicht dafür noch lange nicht aus, so dass wir vorerst auf ein luxuriöses Aquarium verzichten. Gute Nachrichten für Schnäppchenjäger: Im Shop gibt es täglich neue Angebote an Fischen. Zugegeben, die ganz seltenen Exemplare sind trotzdem nicht sonderlich günstig. Weiter geht's in der Dekorationsabteilung: Bunte, lustige und auch animierte Hintergründe für unsere Aquarien können wir im Shop ergattern. Mit einem Hintergrund peppen wir unseren Wassertank auf und machen diesen so zum wahren Blickfang. Unter anderem stehen die Hintergründe 'Seetang Lila', 'Oktopus' oder das animierte mysteriöse 'Geisterschiff' zur Wahl. In der Köderabteilung wird es appetitlich: Neben einer dicken Made können wir nach Bedarf Larven und Würmer kaufen, die allerdings ein riesiges Loch in unsere Ausflugskasse reißen würden. Wohl oder übel entscheiden wir uns zunächst für den einfachen Maiskolben, der in Free Aqua Zoo als natürlicher Allroundköder bekannt ist. Darüber hinaus finden wir im Dorf auch die Statistikübersicht, ein eigenes Lagerhaus, in dem wir alle unsere Objekte und Fische aufbewahren sowie den Fischmarkt. Später sehen wir uns dort einmal genauer um. Quests stellt Publisher Upjers ebenso in der Siedlung für uns bereit. Schade nur, dass die Tagesaufgaben selbst nicht besonders ausgefallen sind. So gibt uns ein grimmiger Dorfbewohner den Auftrag eine Flaschenpost für unser Aquarium zu kaufen. Dann allerdings möchte uns der freundliche Herr von nebenan zu einem Seminar zum Thema Wasser mitnehmen. Da sind wir doch dabei und nehmen uns auch gern 45 Minuten Zeit dafür. Das Seminar beginnt und wir dürfen auf den Countdown starren - oder nebenbei shoppen oder angeln gehen, während unser Fischzüchter sich weiterhin mit den Geheimnissen des Wassers beschäftigt. Am nächsten Tag steht eine weitere Tagesaufgabe an: Eine Kundin bestellt fünf Sägeblattmonster. Eine ausgefallene Herausforderung stellt diese Aufgabe nicht dar, denn vor unserer Tür stehen auch so schon unzählige Kunden, die auf ihre Fische warten. Außerdem können wir im Dorf unsere Errungenschaften einsehen, Fische züchten und die Trickschule besuchen. Die letzten beiden Features müssen wir jedoch freischalten. Doch dazu später mehr.

Ab ins Boot - Jetzt wird geangelt!

In Free Aqua Zoo stehen uns als Fischzüchter sechs verschiedene Gewässer zum Angeln zur Verfügung. Für den Anfang jedoch können wir nur an einem See, besser gesagt am 'Schmuddeligen Weiher' angeln. Also betreten wir den schmuddeligen Weiher und sind doch positiv überrascht: türkisblaues Wasser, einige umherschwimmende Fische und ringsrum grüne Wiesen. So schmuddelig ist das doch gar nicht. Allerdings können wir in diesem Weiher nicht mit einer dicken Ausbeute rechnen. Fürs Angeln selbst brauchen wir wohl noch ein bisschen Übung. Mit der musikalischen Untermalung kommt das Angler-Feeling bei uns trotzdem durch. Die übrigen fünf Gewässer schalten wir erst im späteren Spielverlauf frei. Dazu benötigen wir eine bestimmte Levelstufe und Tausende Dollar. Das sorgt zwar für etwas Motivation, doch bis neue Seen freigeschaltet sind, klicken wir uns die Finger wund. Haben wir das hinter uns gebracht, dann können wir das 'Fränkische Seenland' oder den 'Teich der guten Hoffnung' freischalten. In diesen Gewässern holen wir nämlich mit etwas Glück auch seltenere Exemplare raus. Doch neben wertvollen Fischen angeln wir auch unbrauchbare alte Schuhe und anderen Müll. Viel können wir damit nicht anfangen, doch genau da greift uns der freundliche Müllmann Malte unter die Arme. So erwirtschaften wir mit dem unnötigen Schrott doch noch ein wenig Geld oder kassieren zumindest zusätzliche Punkte. Nur gut, dass wir an Malte alles verscherbeln können. Der Müllmann besucht uns zwar nur samstags und mittwochs, doch das hat für uns bisher kein großes Problem dargestellt.

Hereinspaziert, der Fischzirkus ist eröffnet!

Gut Ding will Weile haben. Ja, wir haben lange daraufhin gearbeitet, doch nun ist unsere ganz persönliche Trickschule eröffnet. Unzählige bunte Steine mussten wir in die Schule investieren und auch befreundete Fischzüchter haben im Steinbruch tagelang für uns geschuftet. Danke dafür, liebe Freunde! Manege frei für unsere liebsten Fische, die wir aus dem Transportbeutel in die Trickschule verfrachten.

Wir schnappen uns einen beliebigen Fisch aus dem Beutel und schmeißen ihn ins kalte Wasser. Schon geht’s los mit dem ersten Trick: dem Innenlooping. Die ersten Versuche bringen uns nicht so recht weiter. Doch spätestens nach 20 Lehrgängen sollte der Trick sitzen. Ein einziger Versuch dauert 25 Minuten und da unser Fisch scheinbar nicht der cleverste ist, gehört viel Geduld dazu. Parallel bringen wir dem grünen Sägeblattmonster das Rückenschwimmen bei und verfrachten nach und nach weitere Flossenträger in die Trickschule. Vielleicht punkten wir ja schon bald mit den cleversten Fischen aus ganz Free Aqua Zoo. Da jeder Fisch nur einen Trick erlernen kann, ist es uns leider nicht möglich einen Alleskönner auszubilden. Viel fangen wir mit den ausgebildeten Tieren danach auch nicht mehr an, immerhin führen sie ihre Kunststückchen im Aquarium auf. Viele bunte Steine später schalten wir auch das lang ersehnte Fischzucht-Feature frei. Hier züchten wir nach und nach putzige Flossenträger. Um mit der bunten Fischzucht zu beginnen, müssen wir nur die jeweilige Art im Beutel und den dazugehörigen Lehrgang besucht haben. Die Lehrgänge können wir natürlich nach und nach erledigen. Während Glubschauge und Botoxi noch einfach zu züchten sind, wird es beim lustigen Laternenträgerling oder Elefantenohr schon schwieriger und zeitaufwendiger.

Wollen wir für Elefantenohr-Nachwuchs sorgen, kostet uns das dafür benötigte Seminar satte 28 Coins und die Zucht selbst dauert knapp acht Stunden. Bei seltenen Arten müssen wir also besonders viel Zeit investieren. Dafür sind uns nach der Schufterei niedliche Elefantenohr-Babys sicher. Unter die Zucht-Kategorie 'Meisterlich' fallen besonders rare Exemplare wie beispielsweise Teppichfische, Seepferdchen, Bauchstacheldüsenfische und Nasenprinzen. Letztere überzeugen uns vom Niedlichkeitsfaktor eher weniger, dafür ziehen sie im Aquarium alle Blicke auf sich. An ausgefallenen Kreationen beim Design und der Benennung der Fische mangelt es den Entwicklern jedenfalls nicht.

Free Aqua Zoo Bewertung

Pro
hoher Niedlichkeitsfaktor
kreative Fischarten
Der Star von Free Aqua Zoo: Malte, der Müllmann!
Zuchtfeature
Witzige Tricks für Fische
Steinbruch sorgt für Interaktion
ständige Aufträge dank geduldiger Kunden
Angelausflüge möglich
Contra
teils langwieriges Freischalten neuer Features
keine ausgefallenen Quests
nur wenige verschiedene Kundentypen
keine Freunde = keine weiteren Features

3.5/5 Sterne

Bewertung Grafik: 65 von 100 Einstieg/Handling: 60 von 100 Sound: 70 von 100 Abwechslung/Spielspaß: 55 von 100 Originalität: 60 von 100 Gesamtwertung: 62 von 100

Fazit

Eine Aquarium-Simulation ist keine neue Erfindung. Neben FishVille und Fishdom existieren in den sozialen Netzwerken noch andere Verteter dieses Genres. Abgesehen von Upjers mit Free Aqua Zoo hat sich auch Spielepublisher Bigpoint mit Aquarama ins kalte Wasser gewagt.  Doch die bunte Fischsuppe hat uns gut gefallen. Die Entwickler hinter Free Aqua Zoo liefern regelmäßig neue Features, außergewöhnliche Fischarten (wir erinnern an Gespenster- und Kofferfische) und Dekorationsobjekte in die Unterwasser-Simulation. Für Neuerungen ist also gesorgt. Auch die Angelausflüge sorgen für Abwechslung im Spiel. Zwar verlaufen diese Aktionen immer nach dem gleichen Prinzip, doch das eine oder andere Meerestier lässt sich gar nicht so leicht einfangen. Überraschend hängt dann auch Müll an der Angel, den wir glücklicherweise an den freundlichen Müllmann Malte weiterverkaufen dürfen. Für Motivation sorgen zudem neue Funktionen, die erst mit einer höheren Levelstufe oder bunten Steinchen freigeschaltet werden können. Fischfans bleiben sicherlich weiterhin am Ball. Einzelkämpfer werden sich hier in Geduld üben müssen. Ohne Freunde, die im Steinbruch für Nachschub sorgen, zieht sich das Freischalten weiterer Funktionen sehr lange hin. In Free Aqua Zoo wären wir als Einzelkämpfer nicht so weit gekommen. Damit auch wir die zusätzlichen Funktionen schnell antesten dürfen, haben wir die Hilfe fleißiger Steinesammler angenommen. Doch keine Sorge: Fischzüchter-Freunde finden sich in Free Aqua Zoo zuhauf. Wem das noch nicht genug Interaktion ist, kann sich immerhin noch den Anglervereinen anschließen und im Gildensee nach exklusiven Exemplaren Ausschau halten.

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