Forge of Empires: Die Menschheitsgeschichte im Zeitraffer – Vorschau auf das neue Aufbau-Strategiespiel

Mit Forge of Empires hat Publisher InnoGames nicht weniger als eine epochale Zeitreise durch die Geschichte der Menschheit angekündigt. Tatsächlich kommt das Aufbau-Strategiespiel wie eine bunte Mischung aus Die Siedler Online und RamaCity, eine SimCity-Adaption für den Browser aus dem Hause Bigpoint, daher. Doch Forge of Empires bietet noch mehr: Das Spiel ist gespickt mit Anleihen aus der PC-Reihe Civilization und einer für Browserspiele beeindruckenden Grafikdetailliertheit. Derzeit befindet sich das neue Zeitalter-Browsergame in einer ersten geschlossenen Testphase, vom Publisher 'exklusive Preview' genannt. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um der "Schmiede der Imperien" einen Besuch abzustatten.

Herrliches Imperium, nix da!

Eure Reise durch die Epochen der Menschheitsgeschichte beginnt als Stammeshäuptling mitten in der Steinzeit. Auf einer grünen Wiese lasst ihr euch nieder und legt den Grundstein für ein neues Imperium. Doch bis von einem kontinentalen Reich annähernd die Rede sein kann, ist es noch ein langer Weg! In behelfsmäßig zusammengezimmerten Hütten fristen eure Leute fürs Erste ihr Dasein und ernähren sich von dem, was die karge Erde bietet. Frühe Entwicklungen wie Töpferwesen und Bewässerungstechniken helfen euch, schnell eine einfache Siedlung aus dem Boden zu stampfen. Und eh ihr euch verseht, findet ihr euch in der Bronzezeit wieder.

Der Jungbrunnen

In regelmäßigen Abständen liefern eure Untertanen Gold und andere Produkte ab. Wie in RamaCity die Urbis, sammelt ihr in Forge of Empires alles per Mausklick ein und verwendet die erwirtschafteten Ressourcen beispielsweise zum Ausbau der Siedlung. Viele eurer Gebäude, in denen beispielsweise Waren oder Werkzeuge hergestellt werden, bieten eine Auswahl feil. Je nachdem, wie viel Zeit ihr investieren wollt, erhaltet ihr mehr oder weniger Erzeugnisse. Auf dieselbe Weise könnt ihr auch mehrere Einheiten auf einmal in Auftrag geben. Das ist besonders praktisch, wenn ihr über Nacht einen Vorrat anlegen wollt oder die eigene Armee aufstocken müsst. Aktiv spielen lohnt sich aber trotzdem, denn wenn ihr etwas regelmäßig in kurzen Abständen produziert, bekommt ihr am Ende des Tages mehr pro Stunde heraus.

Töpferkunst im Detail

Wie auch Die Siedler Online in Flash programmiert, entpuppt sich auch die Grafik von Forge of Empires als erstaunlich gut – für ein eigentlich installationsfreies Browserspiel, das ohne Download oder stundenlange Wartezeiten auskommt. Eine Registrierung genügt und nach wenigen Sekunden beginnt euer Steinzeitabenteuer. Apropos Stein: Die Gebäude spiegeln zudem die Weiterentwicklung eurer Zivilisation auch auf grafische Art wieder. Lehmhäuser verdrängen nach und nach die Fellhütten und komplexere Konstruktionen verwandeln im Laufe der Zeit eure Steinzeitsiedlung in eine mittelalterliche Stadt.

Es sind die vielen Kleinigkeiten, die alleine gesehen nicht weiter auffallen, aber zusammen ein stimmiges Bild ergeben. Große Gebäude in der Stadt werden teilweise durchsichtig, wenn die Maus über ein dahinter stehendes Gebäude fährt. Die Karte ist zoombar und voller Details, die erst in der Großansicht voll zur Geltung kommen. Gebt ihr beispielsweise einen Tonkrug in Auftrag, macht sich der Töpfer umgehend an die Arbeit. Vor dem Haus des Jägers liegt ein riesiges Mammut, das nach aller Kunst ausgeschlachtet wird. Nach jedem Login könnt ihr eure Bewohner beim morgendlichen Dorfspaziergang beobachten. (Noch sieht's aus, als ob sie auf einer Rolltreppe durch eure Ortschaft geschoben werden.:) Auch erfreulich: Menüführung und Steuerung sind größtenteils selbsterklärend. Über orangene Buttons in der Bildschirmecke gelangt ihr zu den einzelnen Bereichen des Spiels wie Baumenü, Forschungsabteilung und Landkarte. Eine Freundesliste, Questgeber und zusätzliche Anzeigen lassen sich bei Bedarf wegklicken. Erklärungen sind ausreichend und vor allem dort vorhanden, wo sie gebraucht werden. Auch wenn manche Hinweise wie der zur Aufgabe, ein Warengebäude zu errichten, schon etwas übertrieben wirken: "Erforsche ein Warengebäude. Wähle es im Anschluss aus dem Baumenü unter den Warengebäuden aus und platziere es in deiner Stadt." Ja gut, wer hätte das gedacht ...

Die Gezeiten der Geschichte – Civilisation lässt grüßen!

Der Technologiebaum in Forge of Empires erinnert stark an Sid Meier's Computerspiel-Reihe Civilisation, einen der absoluten Kultklassiker in Sachen Aufbau-Strategie. Habt ihr einen bestimmten Fortschritt erreicht, beispielsweise die Künste der "Architektur" erforscht, gelangt ihr ins nächste Zeitalter, in diesem Fall die Eisenzeit. Dabei bleibt es euch überlassen, ob ihr alle Technologien eines Zeitabschnitts vollständig erforscht oder euch nur auf bestimmte Entdeckungen konzentriert, um schneller "in der Zeit voranzukommen". Während der Beta könnt ihr euch in sechs verschiedenen Zeitaltern bis hin zum Spätmittelalter austoben.

Für fortschrittlichere Entwicklungen benötigt ihr mehr Ressourcen, ein Ausbau eures Dorfes ist also unerlässlich, selbst wenn ihr regelmäßig die zur Forschung nötigen Punkte geschenkt bekommt. Diese Forge Points vermehren sich stündlich von selbst, mit erwirtschaftetem Gold (kein Premium) könnt ihr zudem weitere Entwicklungspunkte kaufen. Für jeden technologischen Fortschritt müsst ihr ein paar der Punkte einsetzen, später braucht ihr außerdem Gold oder Werkzeuge, um die neuen Häuserchen auch wirklich nutzen zu können. Um auch legendäre Bauwerke wie Schlösser und Kathedralen, die als Vorzeigeobjekte einer ganzen Epoche dienen, errichten zu können, benötigt ihr zusätzliches Wissen. Durch das Sammeln von Blaupausen schaltet ihr einzigartige Errungenschaften wie das Kolosseum in der Eisenzeit oder die Kathedrale von Notre Dame im Hochmittelalter frei. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann von einem Mammut jagenden Stamm keine Rede mehr sein – denn euer persönliches Imperium befindet sich in höchster Blüte.

Speerkämpfer im Unterholz

Aber was ist schon ein Imperium ohne standhafte Armee, die es zu vergrößern und zu verteidigen weiß? Während des Spielverlaufs erobert ihr feindliche Provinzen und beweist in rundenbasierten Kämpfen, wer der Herr auf dem Kontinent von Forge of Empires ist. Jede Provinz hält nach ihrer vollständigen Eroberung einen besonderen Bonus für euch bereit, zum Beispiel zusätzlichen Bauplatz oder die Möglichkeit, an PvP-Turnieren teilzunehmen. Um in einem Scharmützel nicht unliebsam überrascht zu werden, bietet sich euch vorab die Gelegenheit, gegnerische Truppen auszuspähen. Natürlich könnt ihr auch mit dem jeweiligen Provinzfürsten in Verhandlungen zu treten.

Der Jungbrunnen

Die Kämpfe selbst finden auf einem Hexfeld statt. Eure Einheiten und die des Gegners sind abwechselnd an der Reihe. Truppenspezifische Fähigkeiten und geschicktes Ausnutzen der Umgebung sorgen während der ansonsten eintönigen Kämpfe für etwas taktische Tiefe: Eure Speerwerfer haben höhere Verteidigungswerte, wenn sie aus dem Dickicht heraus angreifen. Steinwerfer sind besonders gegen schwere Nahkämpfer effektiv. Auch eure eigene Siedlung kann von anderen Spielern angegriffen werden, wenn ihr also nicht eines Morgens ohne Armee aufwachen wollt, solltet ihr auch an eure Verteidigung denken.

Für die aktuelle Testphase wurden nur 500 Spieler zugelassen. Weitere Tester werden laut InnoGames nach und nach eingeladen. Wann der Start einer größer angelegten Closed Beta Phase angedacht ist, ließ sich der Publisher bislang nicht entlocken. Wir bleiben für euch am Ball.

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