Farmerama Test: Bigpoints Bauernhof-Simulation angespielt

Der Hahn kräht im frühen Morgengrauen und die Hasen hoppeln wild auf dem Trampolin herum. Unsere Ernte wächst und wächst, doch der Misthaufen stinkt jetzt schon zum Himmel. Dazu stürmen noch hunderte Promis die Tore der Farm, mitsamt ellenlangen Auftragszetteln in den Händen. Wir stürzen uns wagemutig ins Getümmel und spielen die kunterbunte Bauernhof-Simulation von Bigpoint einmal an. Das populäre Browsergame ist seit 2009 am Start und auch heute noch sehr beliebt, denn immerhin probieren sich über 30 Millionen registrierte Spieler als Landwirt.

Großstädter auf dem Bauernhof

Echte Großstädter arbeiten als Farmer auf einem Bauernhof? Das wird doch nie was! Doch falsch gedacht, denn auch Großstädter haben das Zeug zum echten Landwirt – zumindest in der Bauernhofsimulation Farmerama. Wir wollen uns nun nicht wirklich die Finger schmutzig machen…

Lustig winkende Hühner begrüßen uns auf der Startseite. Besonders hübsch und realitätsnah erscheinen sie uns Großstädtern zwar auch nicht, aber immerhin freundlich und einladend. Bevor wir uns an die Arbeit machen, gestalten wir allerdings erst ein schickes Bauernwappen, immerhin wollen wir doch ein eigenes Zeichen haben. So entscheiden wir uns für ein knallrotes Wappen mit einem eher zerknirscht wirkenden Kürbis.

Auf unserem Hof schauen wir uns ausgiebig um und entdecken neben der Scheune, Mühle und dem Wasserturm auch den vor sich hin miefenden Misthaufen, das Silo sowie Erntehelfer. Letzteres lässt uns wenigstens ein klein wenig auf ein lässiges Farmer-Leben schließen. Nach der kurzen Erkundungstour und einem hilfreichen Tutorial beginnen wir, ganz auf uns allein gestellt, mit der täglichen Farmarbeit.

Der Farm-Alltag wächst uns über den Kopf!

Tag für Tag müssen wir uns ab sofort um die Beete auf unserer Farm kümmern. Das Grünzeug lässt sich auf unserer Farm ganz einfach per Mausklick auswählen und anpflanzen. Nach der ersten Ernte, die zugegebener Maßen nicht sonderlich ertragreich war, zaubern wir mit einem Klick einen Hühnerstall auf unseren Hof. Jetzt müssen wir nur noch für die Hühner, die dem Stall inklusive sind, Futter herstellen. Das übernimmt die Mühle für uns, die während dessen wie verrückt hin- und herzappelt. Wer weiß, vielleicht geht es ja so schneller.

Nach wenigen Minuten setzen wir das Futter den Hühnern vor, die vor lauter Freude scharren und picken. Ungeduldig wie wir nun mal sind, kaufen wir für die nächste Fütterung der Hühner Superfutter und stellen Wasser zur Verfügung, so dass die Züchtung schon etwas zügiger vorangeht. Noch viele weitere Tiere werden wir auf unserer Farm versorgen. Neben Schweinen und Kühen kommen im weiteren Spielverlauf sogar Kamele und Kängurus hinzu.

Das Wachstum unserer angepflanzten Schützlinge können wir mit Wasser und Dünger beschleunigen. Wer auf dem Bauernhof groß geworden ist, weiß Bescheid: Auf dem Misthaufen gibt´s den Dünger, der für unser Gewächs von großer Bedeutung ist. Am anderen Ende unserer Farm steht uns der Wassertank mit reichlich Inhalt zur Verfügung. Wollen wir Superdünger und Superfutter herstellen, müssen wir uns zum grünen Silo begeben. Dank diesen Super-Hilfsmittelchen gedeihen und wachsen unsere Tiere und Pflanzen noch schneller.

In der Mühle schauen wir uns zunächst etwas genauer um. Dort produzieren wir nämlich das Futter, das wir für unsere tierischen Freunde benötigen. So stellen wir aus Weizen Hühnerfutter her, während wir beispielsweise für die Produktion von Kuhfutter Mais, Heu und Birnen benötigen. Die Produktionsketten sind ausgefeilt, daher wird geschuftet, geschuftet und nochmals geschuftet.

Halt…waren da nicht irgendwo Erntehelfer versteckt?! Die kleinen Helferlein können wir gegen Tulpgulden (Farmeramas Premium-Währung) aktivieren, damit sie uns tatkräftig unter die Arme greifen. Die Helfer ernten, säen und versorgen sogar unsere Tiere. Doch lieber legen wir einmal selbst Hand an, wann kommen wir denn schon zu einem richtigen Bauernhof?

Ernten bis zur Erschöpfung

Im Bauernhaus ist ordentlich was los. Zahlreiche Kunden stürmen unser kleines Häuschen, so dass wir uns flink an die Arbeit machen sollten. Noch mehr Felder müssen also bepflanzt und noch ein Hühnerstall muss besorgt werden. So bestellt beispielsweise Justin Beaver mit seinen riesigen Nagerzähnen haufenweise Mais, während Win Wiesel auf Sonnenblumen wartet und Toni Macaroni unsere gackernden Hühner einheimsen möchte.

Zusätzlich sollen wir sogar noch 200 Salatköpfe in Windeseile an das gerade neu eröffnete Restaurant liefern. Auf geht´s - Mausklicken bis zur Erschöpfung! Wir verzichten auf die vielseitigen Erntehelfer und greifen selbst zum Salat. Der Auftrag ist schnell erledigt und mit viel Elan trauen wir uns sogar einen zweiten zu. Während in den Gebäuden weiter vor sich hin produziert wird, die Hühner gackern und der Weizen wächst, begeben wir uns in die Stadt. Eine Sämerei, eine Farmhalle mit Quests und Sonderaufträgen, eine Zimmerei und einige andere Gebäude erblicken wir dort.

Vom Wurzelprofessor bis hin zum Dr. Wirsing – Akademiker in Farmerama

Der Einstieg in Farmerama ist kinderleicht. Als Hänfling dürfen wir uns auf der Farm zunächst nur mit Salat und Weizen beschäftigen, doch auch ein Hühnerstall sei uns schon gegönnt. Nachdem wir das erste Gewächs angepflanzt haben, bewässern wir es zugleich. Kurz darauf halten wir bereits unsere Ernte in der Hand, die wir im eigenen Bauernhaus zum Schleuderpreis verhökern. Zahlreiche weitere Beete und haufenweise abgesahnte Erfahrungspunkte später, füllt sich der Balken nebst unserem Akademikerhut. Schon nach kurzer Zeit mausern wir uns zur frechen Wühlmaus, pflanzen Wallnussbäume an und versorgen unsere bärtigen Ziegen im Stall.

Im Level steigen wir in Farmerama dank angehäufter Erfahrungspunkte auf. Nahezu mit jeder neu erlangten Stufe schalten wir neue Pflanzen, Bäume oder Ställe frei. Damit sorgt Publisher Bigpoint für abwechslungsreiche Aufgaben und Produktionsmöglichkeiten im kostenlosen Browsergame Farmerama.

Doch als Buddler, Schneckenvernichter oder Bohnenstange wollen wir uns in Farmerama nun wirklich nicht bezeichnen lassen. Wenn wir uns schon auf den Bauernhof begeben und selbst im Dreck wühlen, dann auf hohem Niveau. So schuften und ackern wir Tag für Tag weiter, bis wir uns endlich als Professor betiteln dürfen. Wer sich als Wurzelprofessor immer noch nicht ausreichend geehrt fühlt, muss die Ärmel hochkrempeln und ranklotzen. Auch vor uns stehen noch viele weitere Bezeichnungen, die wir uns nach und nach schnappen möchten. Doch bis wir den Status des Dr. Wirsing erreicht haben, werden wohl noch einige Monate, wenn nicht sogar Jahre vergehen. Auf einen hohen Titel haben wir es jedoch nicht abgesehen, denn eigentlich fühlen wir uns auch so schon in Farmerama gut ausgelastet.

Rein in den Traktor, wir tuckern in die Stadt!

Über die Landkarte erreichen wir alle Orte von Farmerama. Von der Stadt aus können wir an unsere Farmer-Freunde Geschenke verschicken. Neben Hochzeitsringen und Parfüm, stehen uns auch saisonale Präsente zur Verfügung sowie Gartenartikel, Tiere, Bäume und Büsche.

Gleich nebenan finden wir die Sämerei, in der wir uns mit reichlich Pflanzen eindecken können: vom einfachen Salat, über Grünkohl und Tulpen, bis hin zu Spinat, Artischocken und Porree. In der Farmhalle halten wir nach kleinen Kampagnen Ausschau, die wir zusätzlich zu unseren aktuellen Farmaufträgen annehmen können. So helfen wir beispielsweise Tante Hertha mit Bio-Eiern aus, denn ihre Hennen wollen aktuell nicht so recht legen. Die Zimmerei bietet uns eine riesige Auswahl an verschiedenen Ställen für unsere Tiere. So finden wir dort immer eine Hütte für Hühner und Kühe oder ein wässriges Heim für die Fische.

Im städtischen Postamt verschicken wir kleine Nachrichten an unsere Freunde aus dem Dorf. So tauschen wir geheime Tipps und Tricks aus oder diskutieren rund ums Thema Tierzucht. Schnell noch einen kurzen Abstecher zum Farmwheel, denn dort heimsen wir mit etwas Glück Belohnungen ein, die wir uns nun nicht entgehen lassen möchten.

Der Farmausstatter lässt jedes Herz eines Innenarchitekten höher schlagen. Neben einzigartiger Deko für unseren Bauernhof finden wir zudem auch beispielsweise andere Hühnerrassen oder Birnenbäume, mit denen uns eine ergiebigere Ernte sicher ist.

Die Werkstube richtet sich wohl eher an ambitionierte Handwerker. Dort gibt es unterschiedliches Baumaterial, das wir für den Ausbau der Ställe benötigen. In der Baumschule decken wir uns mit Obstbäumen ein, an denen wir noch lange Freude haben werden.

Daneben können wir jederzeit das Fremdenverkehrsbüro aufsuchen, um dort unseren Garten für andere Besucher zu öffnen. Auf dem Markplatz hingegen verscherbeln wir noch unsere übrig gebliebene Ernte.

Palmen, Meer und Sonnenschein - Aloha Bahamarama!

Farmeramas Bauern begeben sich auf Weltreise. Bahamarama müssen wir zunächst freischalten und dafür benötigen wir Sternchen, die wir in den Baum der Weisheit investieren müssen. Sterne greifen wir am Farmwheel oder beim Levelaufstieg ab. Doch wer nun denkt, dass wir uns auf Bahamarama auf die faule Haut legen, der irrt! Auch auf der Tropeninsel wird pausenlos geackert, immerhin muss exotisches Gewächs angepflanzt werden, während wir zudem noch die niedlichen Tiere versorgen müssen. Somit bleibt uns keine Zeit zum entspannten Sonnenbaden, aber im Leben eines echten Landwirts besteht auch kaum eine Möglichkeit zum ausgiebigen Relaxen.

Mit dem Baum der Weisheit können wir auch die Waldlichtung freischalten, in der wir noch mehr Platz für Felder, Bäume und Ställe haben. Somit schaffen arbeitswütige Farmer mehr Platz für weitere Felder, um die sie sich ebenso Tag für Tag kümmern müssen. Zusätzlich finden wir in Farmerama noch die Wilde Wiese, die wir mit Hilfe unserer befreundeten Nachbarn nach und nach von Geröll freiräumen können. Wir, nunja…Wir ignorieren die Waldlichtung und die Wilde Wiese zunächst und beschäftigen uns mit unseren Feldern auf dem Ackerland.

Doch ein Gebiet möchten wir uns nicht entgehen lassen: den Ziergarten! Hier können wir unserer kreativen Ader freien Lauf lassen und unseren Garten mit Deko-Items verschönern. Was für ein wundervoller Anblick und Abschluss für aufregende und anstrengende Stunden auf unserer ganz persönlichen Farm!

Bewertung

Pro
logischer Aufbau der Produktionsabläufe
einfaches, verständliches Tutorial
spannende Sonderaufträge & Quests
vielfältige Events
regelmäßige Updates und Neuerungen im Spiel
neue Tiere und Pflanzen sorgen für abwechslungsreichen Arbeitsalltag
Bahamarama – Exotik pur!
Interaktion mit anderen Spielern
Contra
mühevolles Klicken beim Anpflanzen & Ernten
wiederholendes Gameplay
teilweise sehr hochgesteckte Questvorgaben

5/5 Sterne

Wertung

Grafik: 70 von 100 Sound: 35 von 100 Einstieg / Handling: 80 von 100 Abwechslung / Spielspaß: 75 von 100 Originalität: 55 von 100

Gesamtwertung: 65 von 100

Fazit

Vieles haben wir auf unserem kleinen Bauernhof erlebt. Als landwirtschaftlichen Betrieb würden wir den Hof zwar noch nicht bezeichnen, doch als aufblühendes Früchtchen in der Landwirtschaftsbranche haben wir es doch recht weit gebracht. Schließlich wird Britney Spargels nicht jeden Farmer besuchen.

Neben der grafisch bunt gestalteten Farm und der Stadt, die doch zahlreiche Funktionen zu bieten hat, machen auch die weiteren Regionen in Farmerama einen ganz besonderen Reiz aus. Doch bei einer stattlichen Felderanzahl wird das Anpflanzen, Bewässern, Düngen und Ernten zum mühseligen Klickerlebnis. Obwohl einige der Aufträge ohne Hilfsmittel fast unmöglich zu lösen sind, macht der Wettlauf mit der Zeit jede Menge Spaß. Regelmäßig lässt sich Publisher Bigpoint neue Events einfallen, die jeden Hobby-Farmer wieder auf den eigenen Baunerhof locken. Mit neuen Kampagnen kommt so schnell keine Langeweile auf. Vielleicht mausert sich unser Bauernhof eines Tages doch noch zu einem einzigartigen und vielseitigen landwirtschaftlichen Betrieb.

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