Goodgame Empire Test: Dem Erfolgsrezept auf der Spur

Bereit für den Eroberungsfeldzug?

Goodgame Empire ist das erfolgreichste Spiel aus dem Hause Goodgame Studios und zählt, wenn man die Browser-Version mit der Mobile-Auskopplung Empire: Four Kingdoms zusammenrechnet, zu den beliebtesten Aufbau-Strategiespielen weltweit. Insgesamt verzeichnen beide Empire-Spielen dem Hamburger Entwickler und Betreiber zufolge über 100 Millionen registrierte Spieler beziehungsweise Downloads – eine Hausmarke. Wir haben uns in der mittelalterlich gestalteten Comic-Welt von Goodgame Empire einmal häuslich niedergelassen und mit dem Ausbau unseres Imperiums begonnen. Ob uns das Spaß gemacht hat, verraten wir euch in unserem Empire Test.

Mit Allianz spielt es sich leichter.

Goodgame Empire können wir direkt im Browser spielen und die Anmeldung funktioniert in Sekundenschnelle. Wer das Spiel auch mobil auf dem Smartphone oder Tablet zocken möchte, muss sich die oben genannte App herunterladen. Es handelt sich zwar im Grunde um das gleiche Spiel, allerdings laufen beide unabhängig voneinander, der Account aus dem Browserspiel ist also nicht auf die App übertragbar.

Reizüberflutung im Comic-Mittelalter

Was uns gleich auffällt, nachdem wir Goodgame Empire gestartet haben, ist die recht bunte Comic-Grafik, die einigermaßen ungewöhnlich ist für das Genre der Aufbaustrategie-Spiele. Meistens haben wir es da eher mit dezenteren Grafikstilen zu tun, nicht so in diesem Fall! Grundsätzlich ist das überzeichnete Szenario angenehm anzuschauen, zumal es sich eben von so vielen anderen Titeln abhebt, es gibt aber ein großes Problem: Der Bildschirm ist komplett zugekleistert mit Hinweisen, Buttons, Sonderangeboten, Belohnungen für wasauchimmer und Elementen, auf die wir als Neuling überhaupt noch keinen Zugriff haben – oder die schlicht Rubine kosten, die kostenpflichtige Premiumwährung in Goodgame Empire, und insofern gerade für Einsteiger erst einmal eher uninteressant sind. Die Aufmachung erinnert ein wenig an die Blütezeit der Facebookspiele, in denen ständig irgendetwas blinkte und uns zu mehr Aktivität oder Echtgeld-Investitionen aufforderte. „Wir spielen doch schon, jetzt lass uns doch in Ruhe!“, möchten wir dem Browsergame zurufen, aber das hilft natürlich nicht. Also versuchen wir die vielen Ablenkungen zu ignorieren und klicken stoisch alle Pop-up-Fenster weg.

Unsere Burg wächst und gedeiht.

Folgendes Bild präsentiert sich, wenn wir die Hauptansicht, also die unserer Burg in Goodgame Empire aufrufen:

In der Mitte thront natürlich unsere Burg, die von einer Mauer umgeben ist, welche wiederum im Laufe der Zeit erweitert wird, damit wir mehr Gebäude unterbringen können. Innerhalb der Burgmauern errichten wir Wohnhäuser, Produktionsgebäude (für Steine, Holz und Nahrung) sowie militärische Einrichtungen, in denen wir Soldaten rekrutieren und Werkzeuge für Verteidigung und Angriff herstellen. Außerdem bauen wir einen Forschungsturm, über den wir einzelne Aspekte verbessern können, zum Beispiel ist es möglich, die Ausbildungsdauer von Einheiten zu verringern oder die Einwohnerzahl zu erhöhen. Jedes Gebäude kann und sollte aufgelevelt werden, was in der Regel Münzen (reguläre Ingame-Währung) und Rohstoffe kostet – und natürlich Zeit. Upgrades sind wichtig, um die Produktivität der Gebäude zu verbessern. Da wir nur wenig Platz haben, können wir nicht wie verrückt neue Bauten errichten, sondern müssen die vorhandenen aufleveln. Die Wartezeiten bei jeglichen Produktionsprozessen und Upgrades sind am Anfang noch moderat, steigen im weiteren Verlauf von Goodgame Empire aber massiv an. Wer nicht warten mag, muss Rubine investieren, aber auf Dauer geht das arg ins Geld und lohnt sich nicht wirklich.

Im Laufe der Zeit schalten wir weitere Gebiete frei.

Jenseits der Burgmauern ist noch lange nicht Schluss

Rings um unsere Burgmauer herum befinden sich allerlei andere Dinge. Hin und wieder tauchen etwa Flüchtlinge oder Wegelagerer auf, die wir entweder mit Waffengewalt verscheuchen, aufnehmen oder bestechen können, damit sie Ruhe geben. Außerdem gibt es dauerhafte Elemente im Umfeld:

  • Monument der Brüderlichkeit: Hierüber können wir Freunde ins Spiel einladen und dafür Belohnungen wie Rubine oder Rohstoffe erhalten.
  • Wettstreit der Adeligen: Das ist ein zeitlich begrenzter Auftrag des „Adels“, der zum Beispiel darin bestehen kann, etwas zu produzieren. Je nachdem, wie gut wir die Aufgabe abschließen, bekommen wir ebenfalls Belohnungen.
  • Ausrüstungshändler: Für Rubine können wir hier Equipment für Verteidigung und Angriff kaufen.
  • Fahrender Händler: Auch hier sollen wir Rubine ausgeben. Im Angebot stehen Rohstoff-Pakete.
  • Sammelplatz der Söldner: Gegen Münzen können wir Söldner losschicken, die Missionen erledigen und uns damit Rohstoffe bescheren.

Je nachdem, auf welcher Stufe wir in Goodgame Empire gerade rangieren oder ob gerade ein Event wie die wiederkehrende „Invasion der Nomaden“ läuft, finden sich noch weitere Elemente außerhalb unserer Burgmauer, über die wir zusätzliche Aufgaben annehmen können. Genug zu tun gibt es also. Damit wir nicht den Faden verlieren, führen uns Quests durchs Spiel, die in der Regel darin bestehen, gewisse Gebäudelevel zu erreichen oder Angriffe zu starten.

Da hat einer versucht anzugreifen - aber nicht mit uns! Den haben wir fertiggemacht.

Krieg führen geht ganz einfach in Goodgame Empire

Wo wir auch schon beim Thema Krieg wären. Auch der spielt neben dem Aufbauaspekt eine wichtige Rolle in Goodgame Empire. Es gibt sowohl die Möglichkeit, andere Spieler anzugreifen, also auch Attacken auf NPCs zu fahren, entweder auf Raubritterburgen oder Event-Lager. Ein Sieg bringt uns Rohstoffe ein, mitunter aber auch Gegenstände und Kartenfragmente, die wir wiederum benötigen, um Abenteuerkarten zu spielen. Abenteuer umfassen ebenfalls Angriffe auf NPC-Lager, gewinnen können wir Artefakte für unsere Burg.

Über die Karte starten wir Angriffe auf Spieler und NPCs.

Das Kampfsystem von Goodgame Empire ist relativ einfach gestaltet und auch für Einsteiger leicht zu verstehen. Es gibt verschiedene Einheitentypen, die wir vor einer Attacke nach Belieben platzieren können: frontal oder an einer Flanke. Bevor wir unsere Armee losschicken, empfiehlt es sich, einen Spion einzusetzen, der Aufschluss über Verteidigungsmaßnahmen des Gegners gibt. Das ist vor allem bei Auseinandersetzungen in fortgeschrittenen Levels wichtig, um allzu große Truppenverluste zu vermeiden.

Vor dem Kampf wählen wir unsere Truppen aus.

Mit Allianz spielt es sich leichter.

Neue Reiche gemeinsam erobern – Schneller geht’s allemal

Was die Langzeitmotivation angeht, haben die Entwickler von Goodgame Empire vor einiger Zeit aufgestockt. Wer Level 70 erreicht hat, wechselt in den sogenannten Legendenlevel-Bereich und bekommt Zugriff auf neue Gebäude und Ausbaustufen. Natürlich ist es auch möglich, das eigene Reich zu erweitern, Außenposten zu errichten und Burgen in weiteren Königreichen auszubauen, wo es andere Rohstoffe gibt. Nachdem wir den Einstieg im „Großen Imperium“ absolviert haben, schalten wir im weiteren Verlauf den „Immerwinter Gletscher“ (ab Stufe 18), „Die Sturminseln“ (Stufe 35), das Wüstenreich „Brennende Sande“ (Stufe 40) und schließlich „Die Feuergipfel“ (Stufe 50) frei.

Allein kämpft es sich in Goodgame Empire wie in den meisten browserbasierten Strategie-Aufbauspielen selbstverständlich schwerer. Gleich zu Beginn werden wir aufgefordert, einer Allianz beizutreten. Wir können auch selber eine gründen, aber das ist nur sinnvoll, wenn wir schon Freunde haben, mit denen wir gemeinsam eine Gruppe eröffnen wollen. Der Vorteil einer Mitgliedschaft in einer Allianz ist einerseits, dass wir militärische Unterstützung bekommen, wenn es nötig ist, andererseits können sich Verbündete mit Rohstoffen aushelfen. Auch eine Chatfunktion gibt es für Allianzen, über die wir mit anderen Spielern kommunizieren können. Wer längerfristig Spaß in Goodgame Empire haben will, kommt nicht wirklich drum herum, sich einer Allianz anzuschließen.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit unserer Goodgame Empire Bewertung!

Goodgame Empire Bewertung

Viele Parteien kämpfen um die Vorherrschaft in den Königreichen.

Grafik:Die Comic-Grafik ist nett anzuschauen und ein schöner Kontrast zum sonst üblichen eher realistischeren Mittelalter-Setting. Das Spiel wirkt aber sehr überladen, weil es neben unserer Burg zu viele Elemente gibt, die man auch gut hätte in ein Menü packen können.
Sound:Es ertönt stimmungsvolle Musik, wie sie auch in jedem Ritterfilm laufen könnte. Das passt gut, stört nicht, kann aber bei Bedarf trotzdem abgeschaltet werden.
Umfang:Goodgame Empire umfasst sehr viele Features und neben dem normalen Levelsystem auch noch eine Legenden-Liga für weit fortgeschrittene Burgherren. Wer will, kann sich hier jahrelang aufhalten und an seinem Fortschritt basteln. Die Hauptaspekte sind der Burgaufbau und militärische Auseinandersetzungen, nebenher gibt es aber auch noch Abenteuer und Events zu bestreiten.
Spielspaß:Goodgame Empire ist vom Prinzip her ein klassisches Aufbau-Strategiespiel im Browser. Häuser bauen, aufleveln, Armee rekrutieren, angreifen, Quests erledigen – und wieder von vorne. Innovativ ist das alles nicht, aber wer das Genre grundsätzlich mag, kommt auf seine Kosten. Beeinträchtigt wird der Spielspaß durch die sehr aufdringliche Monetarisierung. Dauernd poppen Sales-Angebote auf und viele Funktionen sind nur gegen Rubine verfügbar – das nervt.
Free-to-Play-Balance:Man kann so gut wie alles für Rubine kaufen: kürzere Angriffszeiten, Verteidigungs- und Angriffswerkzeuge, mehr Bauslots, sofortige Fertigstellung von Upgrades, Spezial-Items, die mehr Loot einbringen und so weiter. Wer bereit ist viel Geld in die Premiumwährung zu investieren, hat deutliche Vorteile gegenüber Gratis-Spielern.
Pro
Stimmige Grafik und guter Sound
Einfacher Einstieg
Leicht verständliches Kampfsystem
Sehr großer Umfang, auch Motivation in höheren Levels
Contra
Überladene Benutzeroberfläche
Pay-to-Win

3.5/5 Sterne

Mit Allianz spielt es sich leichter.

Fazit

Dass Goodgame Empire (kombiniert mit der App Empire: Four Kingdoms) zig Millionen registrierte (nicht zwangsläufig aktive!) Nutzer verzeichnet, ist kein großes Wunder. Erstens gibt es äußerst niedrige Zugangsschranken, wir müssen nur einen Benutzername und ein Passwort angeben, schon sind wir mittendrin im Spiel. Zweitens wird das Einladen von Freunden sehr gefördert und belohnt. Drittens macht Goodgame Empire auch vieles richtig. Ohne das Genre auch nur ansatzweise neu zu erfinden, bietet das Browsergame doch alle Features, die wir von einem free-to-play Strategie-Aufbauspiel erwarten – und einiges darüber hinaus, vor allem in Hinsicht auf den Highlevel-Bereich. Entwickler und Betreiber Goodgame Studios implementiert regelmäßig neue Inhalte, um die Spieler bei der Stange zu halten. Wer sich mit dem ziemlich aufdringlichen Sales-Faktor arrangieren kann und kein Problem damit hat, dass zahlende Spieler doch deutliche Vorteile genießen (was im PvP-Bereich generell als problematisch zu bewerten ist), wird sich in Goodgame Empire schnell zurechtfinden und auch längerfristig Spaß haben.

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