Vorschau #2: F2P-Modell, 3vs3-Modus und mehr Einsteigerfreundlichkeit

Publisher Gameforge und Entwickler Sparkypants Studios bieten Dropzone seit dieser Woche als F2P-Spiel an. Im Zuge der Umstellung hat sich in dem Strategie-MOBA-Mix vieles geändert, beispielsweise soll der Einstieg nun leichter fallen, außerdem gibt es einen 3vs3-Modus. Wir haben einen Blick riskiert und verraten euch, was euch erwartet.

MOBAs sind total beliebt, doch das Genre wird von League of Legends und Dota 2 dominiert. Selbst Blizzards Heroes of the Storm ist es bislang nicht gelungen, in die Sphären dieser beiden Titel zu gelangen. Da ist es wenig sinnvoll, einfach nur das nächste Fantasy-MOBA mit dem altbekannten Gameplay auf den Markt zu bringen. Wer einmal eine „Multiplayer Online Battle Arena“ für sich entdeckt hat, wird nur schwer davon zu überzeugen sein, auf ein anderes Spiel umzusteigen, das kaum etwas anders macht. Also geht der Entwickler Sparkypants Studios einen anderen Weg und vereint in seinem Spiel Dropzone MOBA-Elemente mit klassischer Echtzeitstrategie und einem Science-Fiction-Szenario. Der Titel läuft seit einiger Zeit in Steams Early-Access-Programm und ist seit dieser Woche free-to-play. Im Zuge dieser Umstellung hat das Team, das aus ehemaligen Mitarbeitern von Firaxis, Microprose und Big Huge Games (also wirklichen Veteranen der Spielebranche) besteht, einige Neuerungen implementiert. Grund genug für uns, einen zweiten Blick auf Dropzone zu werfen. (Unsere erste Preview aus dem September vergangenen Jahres findet ihr hier.)

Dropzone Aliens

Die KI-gesteuerten Aliens gilt es zu vernichten, um die Energiekerne zu erbeuten, die ihr zum Knotenpunkt in der Kartenmitte bringen müsse, um zu punkten.

Mit Teamkollegen wird’s einfacher

Der Publisher Gameforge hat uns mit der aktuellen Version von Dropzone besucht und uns die jüngsten Features vorgestellt, die mit einem Update vor einigen Tagen bereits kurz vor der F2P-Umstellung spielbar gewesen sind. Unter anderem gehört dazu der 3-gegen-3-Modus, in dem das Strategiespiel tatsächlich mehr an ein klassisches MOBA erinnert als im eigentlichen Kernmodus, dem 1-gegen-1. Steuert ihr in letzterer Variante nämlich drei sogenannte Rigs (gewaltige Kampfmaschinen samt Piloten, vergleichbar mit klassischen Mechs), die ihr allesamt koordinieren müsst, kontrolliert ihr im 3-gegen-3 lediglich eine Figur. Das macht den Modus zu einer geeigneten Variante für Einsteiger, da ihr so erst einmal die grundlegende Steuerung von Dropzone erlernen und euch mit den einzelnen Rigs vertraut machen könnt. Wobei die Steuerung keine große Einstiegshürde darstellt – vor allem dann nicht, wenn ihr schon mal ein MOBA gespielt habt. Mit der rechten Maustaste lenkt ihr euren Recken über das Schlachtfeld, mit den Tasten „Q“, „W“, „E“ und „R“ aktiviert ihr die einzelnen Fähigkeiten. Das alles ist sehr intuitiv und schnell verinnerlicht.

Dropzone 1-gegen-1

Für das 1-gegen-1 müsst ihr erst mal im Rang aufsteigen, bevor ihr den Modus spielen könnt.

Dropzone ist immer noch anspruchsvoll, doch der Einstieg fällt leichter

Dennoch hatte Dropzone bislang das Problem, dass Anfänger häufig überfordert waren, weil sie direkt in das 1-gegen-1 geworfen wurden. Ihr musstet also von Anfang an lernen, mit drei Rigs klarzukommen. Gerade für MOBA-Unerfahrene war das eine enorme Hürde und führte sicherlich dazu, dass der eine oder andere beizeiten die Flinte ins Korn geworfen hat. Mit dem 3-gegen-3-Modus, in dem ihr mit Freunden gegen die KI oder andere Spieler antretet, liefert Sparkypants eine einsteigerfreundliche Variante. Hinzu kommt der generell überarbeitete Einstieg: Wer neu mit Dropzone anfängt, darf grundsätzlich erst mal nur das 3-gegen-3 gegen KI spielen. Erst mit Erreichen von Stufe 3 wird das PvP in dieser Variante freigeschaltet. Im 1-gegen-1 dürft ihr euch erst ab Level 5 messen, die Pforte zum 1vs1-Ranked-Modus öffnet sich auf Stufe 15 für euch. Bis dahin solltet ihr genug Erfahrungen gesammelt haben, um in den gewerteten Matches nicht komplett auseinandergenommen zu werden. 

Es mag vielleicht eingefleischte MOBA-Profis geben, die sich von diesen Änderungen bevormundet fühlen, aber für die breite Masse an Spielern sind diese Änderungen sinnvoll, da sie Frust vermeiden - und ohne eine kritische Masse an Spielern geht es nicht. Dropzone sieht toll aus, ist sehr durchdacht und hat genug Alleinstellungsmerkmale, um sich von der Konkurrenz abzuheben - finden sich aber nicht genug Spieler, funktioniert das Matchmaking nicht und das Spiel ist zum Scheitern verurteilt. Das ist im Übrigen auch der wesentliche Grund für die Umstellung auf ein F2P-Modell. Gameforge und Sparkypants Studios wollen möglichst viele Hürden entfernen und mehr Leute auf die virtuellen Schlachtfelder locken, um die Spielerfahrung für alle zu verbessern und letztlich mehr verwertbare Ingame-Daten für die weitere Entwicklung zu sammeln.

Dropzone - Flucht vor Feinden

Im 3-gegen-3 wird Dropzone natürlich nicht anspruchslos, sondern bleibt ein forderndes Spiel.

Einschätzung:

Der 3-gegen-3-Modus ist nicht nur so etwas wie das Nichtschwimmerbecken von Dropzone, sondern sorgt letztendlich auch für mehr Abwechslung. Es ist eine gute, kurzweilige Alternative zum sehr anspruchsvollen 1-gegen-1-Modus. Eine Ranked-Variante des 3vs3 wäre über kurz oder lang noch wünschenswert. Klar: Die Matches, in denen ihr einen kompletten Squad von Rigs selber steuert, sind das, was Dropzone von der Konkurrenz abhebt. Dementsprechend liegt hierauf der Fokus. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass es eine große Anzahl von Spielern geben wird, die sich dauerhaft im 3-gegen-3 wohler fühlen und sich mit ihrem Team in gewerteten Spielen beweisen möchten. Mit dem Update hat Dropzone nicht nur an Einsteigerfreundlichkeit, sondern auch an Vielfalt gewonnen. Das sollten die Entwickler konsequent verfolgen. Für jeden, der fordernde PvP-Strategiespiele mag, ist Dropzone in seinem aktuellen Zustand auf jeden Fall einen Blick wert. Kostet ja nichts, dank F2P-Umstellung. Das Spiel wird übrigens erstmal im Early Access bleiben, da die Entwickler weiter Feedback sammeln und an den Feinheiten schrauben wollen, bevor der offizielle Startschuss fällt.

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