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Kurz gesnackt: Dorfleben

24.07.2015 um 16:35 Uhr von Stephan Keller in TestBrowserspieleSimulation

Farmspielen als Wirtschaftssimulationen kann ich schon viel abgewinnen. Ich find’s toll, Produktionsketten zu optimieren und dabei etwas Großes aufzubauen. Das Warten auf die reife Ernte stört mich dabei nur am Rande. Überraschend für mich: Bei meinem Einstieg ins virtuelle Dorfleben muss ich überhaupt nicht Däumchen drehen dank zentnerweise Gratis-Dünger. Dafür sieht meine Farm nach einer halben Stunde aber aus wie ein Trödelmarkt.

Und der Klee ist erst der Anfang. Eine Menge Geschenke folgen!

Power-Leveln mit künstlicher Wachstumshilfe

Der Name trügt etwas. Es geht weniger um geselliges Zusammenleben unterschiedlicher Familien in einer Dorfgemeinschaft als vielmehr um die Arbeit auf dem eigenen Hof. Aussäen, ernten, verfüttern oder weiterverarbeiten und dann verkaufen – das sind die gängigen Arbeitsschritte. Schon in den ersten Stufen habe ich viel Auswahl, was die möglichen Produkte angeht: Rindfleisch, Kaffee, Apfelsaft, Lavendel – bei der Vielfalt weiß ich gar nicht, was ich als nächstes anpflanzen soll. Quests geben eine gewisse Richtung vor und solange ich mich an die Aufgabenreihenfolge halte, werde ich mit zahlreichen Helferlein belohnt, die das ganze Geschehen beschleunigen. In erster Linie ist damit der Super-Dünger gemeint, der die Zeit bis zur Reife sofort verstreichen lässt. Aber auch sonst werde ich in den ersten Minuten mit Überraschungsgeschenken, Quest- und Level-up-Belohnungen geradezu zugeworfen. Damit fällt das Warten eher gering aus und das trotz mitunter krasser Reifezeiten - die erste Pflanze ist Weizen mit acht Stunden Wartezeit bis zur Ernte, auch danach brauchen viele der Ausgangsstoffe mehrere Stunden. Das Verfüttern dauert hingegen meist nur eine Minute.

Die Kühe setzen Staub an

Störend fällt mir eher eine andere Sache auf. Viele der gekauften und aufgestellten Maschinen (Käsemeister, Saftmaschine, Kaffeemaschine und mehr) stehen schnell einfach nur rum, da ich nicht rechtzeitig für Nachschub sorgen kann. Da hilft mir auch der coole Automatismus nichts, der die Weiterverarbeitung von alleine regelt. Nun kann ich mit Stufe 9 schon Champagner, Rinderwurst und Honig erstellen, als nächstes kommt Büffelmilch und der dazugehörige Käse dazu. Neben den Normaloprodukten wie Eier oder Kirschen wohlgemerkt. Bei vielen unterschiedlichen Wachstumszeiten lohnen sich kleine Anbauflächen wenig, die vielen Maschinen und Tiere brauchen aber alle was unterschiedliches! Ein Dilemma. So tut sich eigentlich auf meiner Farm nicht viel, wenn ich nicht ständig weiterdünge oder einer dieser tollen Regenbögen vorbeikommt.

Mit dem Regenschauer und dem Regenbogen danach sind alle Pflanzen auf einmal reif.

Dorfleben

Dorfleben

Fazit nach 30 Minuten

Solange ich mich an die Quests halte und fleißig weiter Dünger bekomme, funktioniert das Dorfleben am Anfang ganz gut. Langeweile hatte ich in der ersten halben Stunde jedenfalls nicht. Die taucht wohl erst auf, wenn ich eingetrampelte Pfade verlasse. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich auch im weiteren Spielverlauf so stark alimentiert werde. Ein Blick in den Laden zeigt, dass auch in den nächsten Stufen immer neue Maschinen hinzukommen, dann wird nicht nur schnell der Platz eng, sondern auch die Produktionsketten sind vergleichsweise flach. Warum sechs verschiedene Rindersorten? Warum drei Ententeiche? Klar kommen weitere Farmflächen, Lebensräume und Einsatzmöglichkeiten für meine Produkte hinzu, aber im Moment weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, was ich von Dorfleben halten soll. Für den Anfang geht mein Daumen zur Seite.

Kurz gesnackt? Was bedeutet das? Hier erklären wir es dir.

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