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Die Siedler Online Test: Kontrollbesuch bei den Buchbindern

11.06.2013 um 10:07 Uhr von Stephan Keller in TestStrategieMittelalter

Die Siedler Online

Die Siedler Online

2011 haben wir uns schon einmal genauer in Die Siedler Online umgesehen. Damals war das Spiel noch in der offenen Beta, lange vor den ersten Events, der Wirtschaftsübersicht und den Gildenquests. Dennoch, schon in dieser frühen Version gefiel uns das Spiel, vor allem dank des selbsterklärenden Einstiegs und den damals frisch integrierten Abenteuern. Mit der Einführung des nigelnagelneuen Forschungssystems finden wir, es ist Zeit für eine Stippvisite bei den kleinen Wuslern. Unser aktueller Test zeigt, was sich bisher getan hat, woran die Entwickler grad tüfteln und wo es im Spiel nach wie vor nicht richtig rund läuft.

Buchstabensuppe und eine Wirtschaftsübersicht

Schon auf den ersten Blick fällt auf: Beim Einstieg hat sich einiges getan. Anders als zum Release des Spiels vor fast zwei Jahren empfängt uns nun ein netter Siedler mit Brille. Er führt uns in Minischritten durch die ersten Aufgaben und bleibt auch später noch an unserer Seite. Questgeber gab’s schon früher im Spiel, der damals schon eingängige Start wurde mit mehr Erklärungen idiotensicher gemacht. Zum Beispiel beginnen die Stellen, auf die wir klicken sollen, im Menü zu leuchten oder Pfeile machen uns auf Änderungen aufmerksam. Das Questbuch wirkt zunächst etwas groß und übertrieben, insbesondere zusammen mit dem Ratgeber, der wirklich bei jedem Schritt mit einer Anleitung aufploppt. Glücklicherweise schließt ein Klick aufs Häkchen das aufdringliche Hilfefenster auf Wunsch für immer.

Kaum im Spiel gibt's erst einmal viele Buchstaben! Das Hilfefenster links können wir aber dauerhaft abschalten.

Nun denn, ausgerüstet mit ein paar Werkzeugen und Steinen machen wir uns ans Werk, die Insel zu wirtschaftlicher Blüte zu führen. Level-Aufstieg und Aufbau gehen schnell voran, in der Beziehung hat sich erfreulicherweise nichts geändert. Auch ist das Tutorial nicht so restriktiv wie beispielsweise in Anno Online. Nach wenigen Minuten wuselt es bereits hin und her, wie es uns gefällt: Fischer werfen die Angel aus und Bergleute holen wertvolle Mineralien aus der Erde. Positiv fällt die Wirtschaftsübersicht ins Auge, die nun über den Rechenschieber im Menü zu erreichen ist. Engpässe in der Versorgung fallen sofort auf. Das Feature ist eine große Hilfe für alle, die gern an perfekten Produktionskreisläufen basteln.

Das ist unsere Insel! Nur unsere!

Emsige Geologen machen sich auf die Suche nach neuen Vorkommen. Entdecker erkunden die benachbarten Sektoren. Alles läuft wie am Schnürchen. Ab Level 15 erwartet uns die nächste Phase des Spiels: kriegerische Auseinandersetzungen. Unsere Streitkräfte kümmern sich problemlos um die Räuberlager, auch wenn die Neurekrutierung etwas dauert und einige der gegnerischen Anführer nicht ganz ohne sind. Dabei hilfreich ist eine Funktion, die zum Release ebenfalls noch nicht im Spiel war: die Kampfvorschau in der Garnison. Während detaillierte Kampfsimulatoren nach wie vor kein offizieller Bestandteil von Die Siedler Online sind, bietet sich uns mit der "Daumen hoch, Daumen runter"-Anzeige auf einen Blick eine ungefähre Abschätzung, wie wir in einer Auseinandersetzung abschneiden würden. Mit ein paar Kniffen müssen wir es zudem nicht mit jedem Plünderer aufnehmen. Einige Lager lassen sich umgehen, andere mit mehreren Generälen austricksen.

Tach, ich komm' von nebenan!

Natürlich finden wir als Interaktionsmittel eine Freundesliste, den Chat und das obligatorische Nachrichtensystem im Spiel. Richtige Gruppenorganisation bietet uns aber erst das Gildenhaus ab Level 17. Ränge verteilen und Gildenchat gibt’s ja schon seit geraumer Zeit im Spiel, interessant sind darüber hinaus die doch zahlreich gewordenen Gemeinschaftsaufgaben für Gruppen. Mit den so verdienten Gilden-Münzen können alle Mitglieder besondere Items erwerben. Eine weitere Möglichkeit ist es, über den Handel mit anderen Spielern in Kontakt zu kommen. Das Handelssystem funktioniert nicht mehr über den Chat, sondern hat ein eigenes Menü inklusive Verlaufsprotokoll bekommen. Letzteres ist eine sinnvolle und praktische Ergänzung, insbesondere weil wir auf diese Art unsere ständig wechselnden Handelspartner im Kopf behalten. Auch der Aufgabenbaum im Questbuch wird immer länger: Hauptquests, Nebenquests, Tägliche Quests, Gildenquests – an Aufträgen mangelt es jedenfalls nicht. Eher das Gegenteil: Nach einer Weile schreckt uns die prall gefüllte ToDo-Liste eher ab.

Viele, viele Aufgaben mit Unteraufgaben, Nebenaufgaben und gegenseitigen Bedingungen... Wenn wir schnell vorankommen wollen, müssen wir sie Stück für Stück abarbeiten.

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