Top

Clash of Clans: Iran verhängt Sperre – aus „psychologischen“ Gründen

03.01.2017 um 15:48 Uhr in NewsMobile GamesStrategie

Es gibt viele Gründe, warum ein Computerspiel in einem bestimmten Land unter einer restriktiven Regierung auf die schwarze Liste kommen kann. Weil es unerwünschte politische Ansichten enthält, beispielsweise, oder schlicht als zu brutal erachtet wird. Im Iran hat es nun Clash of Clans getroffen.

Warum? Wegen der Suchtgefahr? Geben die Leute zu viel Geld für das Mobilegame aus, das sie eigentlich nicht entbehren können? Fehlanzeige. Einem Bericht der BBC zufolge, ist die iranische Regierung zu dem Schluss gekommen, das free-to-play Aufbau-Strategiespiel von Supercell ermuntere seine Nutzer zu Gewalt und fördere Stammeskonflikte.

Clash of Clans

Clash of Clans

Dieser Einschätzung, die – zumindest aus unserer Perspektive – sehr weit hergeholt erscheint, liegt die Bewertung von Psychologen im Land zugrunde. Ihnen zufolge könnten Thema und Inhalt von Clash of Clans unschöne Nebenwirkungen haben und etwa das Familienleben negativ beeinflussen, wenn Teenager zu intensiv zocken. Die große Mehrheit der Mitglieder des zuständigen Komitees haben laut dem Artikel dem Beschluss zugestimmt, Clash of Clans im Iran zu blockieren oder zumindest nur eingeschränkt zuzulassen. Der Bann trat bereits am 27. Dezember in Kraft, seitdem beschweren sich viele Spieler aus dem Land darüber, Verbindungsprobleme zu haben und nicht mehr ins Spiel zu kommen. Findige Nutzer haben aber offenbar schon Umwege gefunden, um dennoch weiterspielen zu können.

Immerhin ist das eigentlich recht harmlos anmutende Mobilegame von Supercell nicht allein mit diesem Schicksal. Pokémon GO zum Beispiel ist ebenfalls blockiert worden, „aus Sicherheitsgründen“, da das Spiel den genauen Standort der Nutzer verwendet.

Quelle: BBC.com

Mobile Games, Strategie, Echtzeitstrategie
Clash of Clans BilderClash of Clans Bilder
Typ:
Mobile Games
Empfehlung
6
Jahre
alle anzeigenTop Online Spiele