Clash of Clans Test: Mit Grünhäutern und Barbaren auf spaßiger Beutejagd

Unsere kampfwütigen Einheiten stürmen das gegnerische Dorf und machen gnadenlos alles platt, was sich ihnen in den Weg stellt. Während der gesamten Aktion haben sie nur ein Ziel vor Augen: Ressourcen, Ressourcen und noch mehr Ressourcen. Und natürlich wollen sie auch nicht, dass sich feindliche Kobolde weiterhin ausbreiten und sich alles unter den Nagel reißen. Kein Wunder, machen uns die kleinen Biester doch das Leben unglaublich schwer. Und nicht nur die: Auch für andere Spieler sind wir ein gefundenes Fressen. (Ein Dank an dieser Stelle geht an alle, die unser Dorf fleißig plündern - es ist uns eine Freude und wir werden uns rächen).

In Clash of Clans dreht sich alles um den eigenen Clan, Angriffe auf gegnerische Dörfer und die Verteidigung des eigenen Gebiets. In Apples Store mischt das Spiel schon seit einiger Zeit mit in der Liste der erfolgreichsten Apps. Aber nicht nur Apple-Freunde können das Mobile Game zocken, denn der Titel steht seit einiger Zeit ebenfalls Android-Nutzern zur Verfügung. Also haben wir uns ein Android-Handy geschnappt und unsere kleine Siedlung aufgebaut, eine mehr oder weniger mächtige Armee auf die Beine gestellt und Kobolde verkloppt. Wie wir uns dabei geschlagen haben? Nun... anfangs gar nicht mal so schlecht.

Kostenlose Dörfer für alle

Im free-to-play Mobile Game fangen alle einmal klein an. Los geht’s nämlich in einer Siedlung im Mini-Format mitten im Nirgendwo. Obwohl, so klein ist unser Stück Land nun auch wieder nicht, in Clash of Clans wirkt einfach alles winzig, gedrungen und wie durch einen Zaubertrank geschrumpft. Aber genau das gefällt auf den ersten Blick: Niedliche, kleine, aber äußerst angriffslustige und sabbernde Wesen im schicken Comic-Look wuseln umher und wissen nicht so recht, was sie tun sollen oder wohin sie wollen. Wie üblich starten wir mit einem Tutorial, in dem uns kurz und knapp erläutert wird, welche Gebäude wir benötigen, wie wir sie überhaupt aufstellen und wie wir kämpfen. Das Tutorial ist nicht sonderlich ausführlich, führt uns aber gut in gängige Spielfunktionen von Clash of Clans ein. Danach bleiben uns einige Aufgaben in Form von zu ergatternden Errungenschaften, die unsere Lehrmeisterin vorgibt. Dabei müssen wir uns noch nicht einmal an eine feste Reihenfolge halten. Folgen wir den vorgegebenen Zielen, helfen sie uns dabei, unser Dorf fortwährend auszubauen und fiese Koboldbanden zu verprügeln. Obendrein sacken wir noch dicke Belohnungen ein, auch die Premiumwährung Juwelen ist anfangs immer mit dabei.

Unsere Kobolde lieben es, Ressourcen zu erbeuten.

Zurück zu den Ressourcen: Gold und Elixier sind das A und O in Clash of Clans. Beides benötigen wir, um unsere Siedlung voranzutreiben, Verteidigungsanlagen zu errichten, Hindernisse zu entfernen oder Truppen auszubilden. Und wie kommen wir an die Schätze? Ganz einfach: Über Goldminen und Elixiersammler, die den pinken Schatz für uns aus dem Boden pumpen. In dafür vorgesehenen Lagern wird alles anschließend deponiert. Nach Bedarf greifen wir dann darauf zurück und bringen unser Dorf auf Vordermann. Allerdings locken unsere Schätze gegnerische Spieler an, die nicht nur Lust auf Prügeleien haben, sondern nach Gold und Elixier lechzen wie Kinder nach Süßigkeiten oder Pommes - je nach Kind. Und da wären wir schon bei der kriegerischen Seite von Clash of Clans.

Riesenkeile mit Barbaren, XXL-Kriegern und Mauerbrechern

Gegen wen wir kämpfen, bleibt uns überlassen. Entweder stellen wir uns der herausfordernden Einzelspieler-Kampagne oder wir verwüsten Dörfer anderer Spieler. Ersteres ist knifflig, Letzeres oftmals äußerst ergiebig und simpel.

Zwar genießen wir anfangs einen Anfängerschutz – aber wie der Name schon sagt, hält dieser nicht ewig. Früher oder später kommen wir also in den „Genuss“, von anderen bösen und gemeinen Spielern angegriffen zu werden! Zu allem Überfluss geht ihr Bösewichte da draußen nicht gerade zimperlich mit unseren Schätzen und Gebäuden um. Bevor wir also all unser Erspartes in Deko oder anderen Schnickschnack investieren, sollten wir doch zwei, drei Münzen für die Verteidigung einsetzen. Davon gibt es in Clash of Clans nämlich zu genüge. Natürlich schalten wir die richtig fiesen Verteidigungsanlagen erst im späteren Spielverlauf frei, anfangs stehen uns beispielsweise „nur“ Kanonen, Bomben und Minenwerfer zur Verfügung. Letztere können wir übrigens gar nicht leiden – zumindest dann, wenn sie in fremden Gefilden stehen. Solltet ihr also in eurer Siedlung Minenwerfer haben, könnt ihr davon ausgehen, dass wir (vorerst) die Finger von euren Habseligkeiten lassen. In unserem Dorf aber verlassen wir uns natürlich auf die riesigen Minenwerfer. Mit ihnen schaffen wir es, ganze gegnerische Horden auszulöschen ohne auch nur einen Finger zu krümmen. Voraussetzung dafür ist, dass die Einheiten unseren Minenwerfer nicht so schnell in einen Trümmerhaufen verwandeln können. Eine kleine Mauer und weitere Kanonen wirken da Wunder. Apropos Kanonen: Sie feuern jeweils auf einen einzelnen Angreifer. Große Horden lassen sich damit also nur schlecht in kurzer Zeit eliminieren. Gleiches gilt übrigens auch für die robusten Bogenschützentürme.

Hoher Barbarenverschleiß, aber fette Beute für uns.

So ganz ohne Strategie geht’s nun auch nicht

Die Kämpfe in Clash of Clans selbst sind simpel – zumindest was die Steuerung angeht. Nachdem wir unsere bevorzugten Einheiten in der Kaserne ausgebildet und im Armeelager warten lassen haben, wählen wir uns ein Ziel für unseren Angriff aus. Nur leider verschieben wir bei wilden Aufräumarbeiten im Dorf immer wieder mal das Armee-Lager, wenn wir nicht aufpassen, wohin unsere Finger grapschen, ansonsten ist die Steuerung aber intuitiv und funktioniert problemlos.  Zurück zu unseren Angriffszielen: Dabei kann es sich entweder um Dörfer der Kampagnenmission handeln, die natürlich mit jeder Stufe immer stärker und schwieriger zu plündern sind, oder Siedlungen anderer Spieler, in denen wir mit wenigen Einheiten durchaus einfache Beute machen können – je nach Verteidigungsanlagen der Spieler. Für den Anfang probieren wir uns zwar an den einzelnen Missionen, um aber Bares zu verdienen, bedienen wir uns lieber an Schätzen anderer Hobby-Strategen. Sorry, Leute! Natürlich gibt’s auch hier einen Haken: Jeder Spieler sieht, dass er von uns angegriffen wurde. Kurze Zeit später sollten wir also mit Gegenangriffen rechnen. Jaja, Rache ist süß. Wird unser Gebiet angegriffen, können wir uns das Vorgehen des Gegners nochmal ganz genau ansehen und dementsprechend unsere Verteidigung aufmotzen oder anders positionieren. Darüber hinaus hinterlässt jede verlorene feindliche Einheit einen Grabstein auf unserem Gebiet und diese sind teilweise äußerst ergiebig, bescheren sie doch dem Häuptling so einige Elixiereinheiten obendrauf – und auch ein Schutzschild wird automatisch aktiviert. Wer in Clash of Clans aber gewinnen und nicht unzählige teuer ausgebildete Einheiten verlieren möchte, muss sich s eine Angriffstaktik schon genau zurechtlegen. Sogar für jede einzelne Siedlung! Massenweise Einheiten losschicken genügt bald nicht mehr. Denn während im Dorf A die Schätze lediglich von zwei Kanonen verteidigt werden, können es im Dorf B mindestens doppelt so viele sein.

Hier eine Kanone, da ein Minenwerfer, drüben ein Bogenschützenturm - wo sollen wir da nur anfangen?

Da kann es sich lohnen, Gold draufzupacken, um sich ein neues Dorf für den Angriff auszusuchen. Neben Kanonen setzen erfahrene Spieler auf Minenwerfer, Bogenschützentürme und Bomben. Wer also mitten ins Dorf stürmt und sich wundert, warum alle Einheiten binnen weniger Sekunden nichts als Grabsteine hinterlassen, der sollte nochmal über seine Taktik nachdenken. Die unterschiedlichen Einheiten bieten darüber hinaus eigene Persönlichkeiten. Während Barbaren beliebige Bodenziele in ihrer Nähe angreifen, bevorzugt der Mauerbrecher – drei Mal dürft ihr raten – Mauern. Ein Riese hingegen stürzt sich gleich auf Verteidigungen und Bogenschützen gehen so wahllos vor wie Barbaren. Um mit einem Sieg (und unzähligen Schätzen!) vom Schlachtfeld zu ziehen, überlegen wir uns vor jedem Kampfbeginn genau, wohin wir welche Einheit platzieren. Knifflig ist Clash of Clans in jedem Fall, auch wenn es anfangs gar nicht den Anschein macht. Früh im Spiel richtet’s nämlich doch noch die Masse an Einheiten.

Mit dem Clan ganz nach oben

Doch was wäre Clash of Clans ohne Clans? Richtig, ein stinknormaler Schlagabtausch für Einzelkämpfer. Supercell (Hay Day) legt in dem kostenlosen Mobile Game viel Wert auf die Mehrspielerkomponente. Als Einzelkämpfer haben Spieler in dem Strategie-Titel zwar auch viel Spaß, doch früher oder später führt der Weg zum Clan. Genau dafür vorgesehen ist auch die zerstörte Clanburg, die am Rande einer jeden Siedlung steht und für einen Haufen Gold wieder in Schuss gebracht werden kann. Und das lohnt sich, denn die in der Burg stationierten Truppen verteidigen unser Dorf. Doch so weit sind wir noch lange nicht. Auch auf spätere Einheiten und Möglichkeiten, die uns mit der Macht des dunklen Elixiers eröffnet werden, müssen wir einige Zeit hinarbeiten. Damit schalten wir im späteren Spielverlauf Einheiten wie Schweinereiter, Golems, Hexen und Lakaien frei, auch Barbaren-Könige oder Bogenschützen-Königinnen sind einige der Spielelemente, die erst erfahrenen "Clash of Clans"-Spielern bereitstehen. Es gibt also viel zu entdecken im Mobile Game.

Pro
knifflige Einzelspieler-Kampagne …
schicke Grafik mit Zoomstufen, passende Musik
spaßige Ressourcensammlerei
unzählige Errungenschaften (mit Juwelen-Belohnung)
simple Steuerung
Contra
… die teilweise frustriert
sehr langwierige Bau- und Wartezeiten ohne Premium
mehr bringt mehr – anfangs hoher Truppenverschleiß (insbesondere Barbaren)

5/5 Sterne

Fazit

Grundsätzlich ist in Clash of Clans alles kostenlos möglich. Die grünen Klunker – wir erinnern: Juwelen stellen die Premium-Währung im Spiel dar – sind allerdings äußerst hilfreich dabei, wenn wir schneller vorankommen und Wartezeiten verkürzen wollen. Das größte Hindernis sind dabei die Bauhütten. In einer Hütte wohnt nur ein Bauarbeiter, der fleißig für uns werkelt. Aber Gratis-Spieler haben auf lediglich zwei Hütten Zugriff und mit nur einem Paar von Bauarbeitern eine ganze Siedlung auszubauen, ist schwierig – ja schon beinahe frustrierend mit der Zeit. Mit steigender Stufe kommen nämlich Gebäude mit besonders langer Aufbau- beziehungsweise Upgrade-Zeit auf uns zu. Kein Wunder, dass viele Spieler doch zum Portemonnaie greifen und damit Clash of Clans an die Spitze der Top-Apps katapulitieren. Zum Zug kommen somit nur Spieler, die sich die Startjuwelen aufheben oder Geld ins Spiel investieren. Andere wiederum müssen sich in Geduld üben. Dank der Errungenschaften holen wir uns aber immer wieder eine kleinere Anzahl an Juwelen. Das reicht zwar nicht für alle Premium-Investitionen, aber immerhin. Mehr als die Warterei zu bemängeln gibt es in Clash of Clans für uns bislang aber nicht. Die Grafik ist klasse, der Sound sitzt. Sowohl Einzelspielerkampagne als auch Angriffe auf fremde Dörfer machen jede Menge Spaß – ebenso lohnt es sich anzusehen, wie sich gegnerische Einheiten in unserem Dorf bewegen und (hoffentlich) das Zeitliche segnen.

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