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Goodgame Big Farm Test: Noch ein Farmspiel für den übersättigten Markt

12.07.2013 um 13:33 Uhr von Marta Ejsmont in TestSimulationTiere

Noch eine Farm-Simulation? Klar, warum auch nicht, Bauernhofspiele laufen doch so gut, bestimmt auch noch in zehn Jahren, da kann es einfach nie genug geben! So dürfte das Motto von Goodgame Studios lauten. Goodgame Big Farm ist nämlich nicht der erste Titel im Portfolio des Spieleanbieters. Zuvor sind Goodgame Farmfever und Goodgame Farmer veröffentlicht worden. „Damals“ haben zwei Farmspiele in der Spielesammlung nicht gereicht, denn im Oktober 2012 veröffentlichte der Publisher einen weiteren Titel des Genres: Goodgame Big Farm. Zuviel des Guten? Nö, alle guten Dinge sind drei. Mittlerweile wurden aber die zwei Vorgänger abgeschaltet, das Studio setzt nun auf das neue Browsergame in der Reihe. Ob das so eine gute Idee ist? Kann Goodgame Big Farm Hobby-Farmer tatsächlich lange bei der Stange halten? Wir haben uns selbst auf den Bauernhof gewagt, in der Erde gewühlt und Schweine gezüchtet. Wie es uns dabei ergangen ist, erfahrt ihr im Test. 

Howdy, Farmer!

Aller Anfang ist... kinderleicht

Von wegen man braucht Zeit, um sich irgendwo zurechtzufinden! Im Browsergame Goodgame Big Farm haben wir noch nicht einmal die Gelegenheit, uns in Ruhe umzusehen. Nach der Registrierung landen wir mitten im Spiel und werden von Tessa Townsend, unserer Nachbarin, vollgequatscht. Die Dame erklärt uns die wichtigsten Funktionen im Spiel und erteilt uns einen Auftrag nach dem anderen. Zwischenzeitlich was anderes zu machen oder wenigstens auf eine andere Sache zu klicken, können wir uns knicken. Alles muss genauso und in der Reihenfolge erledigt werden, wie Tessa befiehlt. So haben wir uns den Einstieg nun nicht vorgestellt. Doch was soll’s, nach wenigen Minuten ist der zwanghafte Spaß endlich vorbei und wir wissen immerhin, was auf der Farm abgeht: Unter anderem pflanzen wir zunächst Mais an, bauen nebenbei die Mühle, ernten die reifen Kolben und verfrachten sie zum frisch errichteten Gebäude, um Hühnerfutter herzustellen. Aha, hier verarbeitet der Farmer seine Produkte also noch selbst. Andere Pflanzen, die wir nicht weiter nutzen, verkaufen wir und machen auf diese Weise Kohle. Bedauerlicherweise sehr wenig: Für Wildblumen kassieren wir lediglich einen Dollar je Stück. Doch auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist, außerdem sind die bunten Blumen nach zwei Minuten erntereif. Für den Start eine gute Möglichkeit, an zusätzliche Kohle zu kommen.

Wildblumen, Mais oder doch gleich der lang reifende Weizen?

Vom kleinen Acker zum landwirtschaftlichen Betrieb

Während anfangs alle Gebäude schnell errichtet werden und angepflanzte Produkte nach wenigen Minuten erntereif sind, ändert sich das im Spielverlauf. Klar, sonst würden wir nach 3 Stunden bereits auf Level 50 sein. In den ersten Spielstufen stellen wir Gebäude auf, die zu jedem Bauernhof gehören. Neben einem Lager und dem Haupthaus platzieren wir mit dem nötigen Kleingeld Hühner- und Schweinestall, Apfelplantagen, weitere Äcker sowie Silo und Komposter. Spätestens an der Stelle wird nochmals deutlich, dass in Goodgame Big Farm nahezu jedes Produkt weiterverarbeitet wird. Ein Beispiel: Kohl und Mais verwandeln wir in der Mühle zu Schweine- beziehungsweise Hühnerfutter. Unsere Arbeiter füttern auf unseren Befehl hin die Tiere mit den eigens produzierten Leckereien. Früher oder später muss der Stall ausgemistet werden, woraufhin Tiermist im Silo landet und zu Dünger wird. Auch auf der Apfelplantage reift das Obst nicht nur fröhlich vor sich hin: Nach einer gewissen Zeit schicken wir einen Arbeiter vorbei, der nicht nur Äpfel erntet, sondern gleich Laub sammelt, das anschließend auf dem Komposter landet. Dort entsteht bald Humus, den wir wiederum für den Acker brauchen, um den Ertrag zu erhöhen. Damit erwarten uns in Goodgame Big Farm Kreisläufe, die nachvollziehbar sind. Doch wenn irgendwo mal etwas hakt, kommt der Kreislauf zum Stoppen – und genau darauf müssen wir gar nicht einmal so lange warten. Dazu später mehr.

Huch...gar nichts mehr los hier?!

Unzufriedene Schnarchnasen auf dem Hof

Wir als Hofbesitzer machen uns die Finger nicht selbst schmutzig. Für diesen Zweck holen wir uns Arbeiter auf die Farm. Alles, was wir dafür benötigen, sind Wohnhäuser, in denen sich die fleißigen Bienchen zwischenzeitlich auch mal ein Nickerchen gönnen - erwischt haben wir bislang aber noch keinen. Für jedes „Produktionsgebäude“, dazu zählen wir jetzt sowohl Äcker als auch Ställe und Plantagen, brauchen wir Arbeiter, die auf unsere Ansage hin alle dort anfallenden Aufgaben ausführen. Dazu reicht ein Klick auf den entsprechenden Button (beispielsweise „Produzieren“, „Düngen“ oder „Füttern“) und weiter geht die fröhliche Produktion. Allerdings bringen Arbeiter nicht nur Vorteile mit sich. So ist es durchaus möglich, dass sie unzufrieden sind. Das ist schlecht für uns, denn je unzufriedener die Farmbewohner sind, desto höhere Betriebskosten fallen an.
Alle Arbeiter unzufrieden?
Und was macht Arbeiter gemeinhin in einem Browsergame glücklich? Dekorationsobjekte natürlich! Egal ob Blumen- und Gemüsebeet, Zierbaum, Brunnen oder Eiscreme-Wagen – Hauptsache, es ist schick. Damit steigt die Stimmung und die Arbeiter erledigen ihre Aufgaben. Allerdings gibt es einige Ausnahmen.
Browserspiele, Simulation, Aufbauspiele
Goodgame Big Farm BilderGoodgame Big Farm Bilder
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Browserspiele
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